DOSB-Frauen nominieren Petra Tzschoppe

Die Frauen-Vollversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes hat am 12.09.2014 in Berlin Dr. Petra Tzschoppe als Kandidatin für die Nachfolge von DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, Ilse Ridder-Melchers, nominiert.

Die bisherige Amtsinhaberin ist seit Gründung des DOSB im Jahr 2006 Mitglied des DOSB-Präsidiums und hatte angekündigt, für die DOSB-Mitgliederversammlung am 6. Dezember 2014 in Dresden nicht wieder zu kandidieren. Tzschoppe ist im Präsidium des Landessportbundes Sachsen-Anhalt als Vizepräsidentin für Breitensport und Soziales verantwortlich. Die 55-jährige lehrt im Hauptberuf als Sportwissenschaftlerin an der Universität Leipzig. Von den 241 Stimmen gingen 133 an Tzschoppe, 108 Stimmen erhielt ihre Gegenkandidatin Michaela Röhrbein, Vorsitzende des Hochschulsportverbandes Niedersachsen/Bremen.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann verwies vor der Versammlung auf den wachsenden Einfluss der Frauen im organisierten Sport, der weibliche Anteil in Vereinen und Verbänden sei im zurückliegenden Jahrzehnt um 400.000 auf über 10 Millionen Mitglieder gestiegen. Während in der Deutschen Olympiamannschaft Frauen und Männer längst gleiche Anteile hätten, sei das DOSB-Programm „Frauen in Führungspositionen“ für die Sportorganisationen weiterhin notwendig. Hörmann unterstrich die Bedeutung der in der bisherigen Satzungsdiskussion vorgesehenen Quotierungsregelungen. Die Frauen-Vollversammlung verabschiedete hierzu einen Initiativ-Antrag, der diese Position des DOSB-Präsidiums unterstützt. Gleichzeitig warb Hörmann vor den Delegierten für die geplante Strukturreform im DOSB, die für das hauptberufliche Direktorium die Umwandlung in einen Vorstand und für das ehrenamtliche Präsidium die Rolle eines Aufsichtsrates vorsieht.

Die im Dezember aus dem Amt scheidende DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers verabschiedete sich von den Frauenvertreterinnen des deutschen Sports mit den Worten: „Ich danke für Eure Geduld mit meiner Ungeduld. Irgendwann muss auch mal Schluss sein, ich freue mich auf das Leben danach und wünsche meiner Nachfolgerin Erfolg und alles Gute.“

(Quelle: DOSB, 13.09.2014)