„Diversität im Fokus von Kampfkunst und Kampfsport – Verkörperte Zugehörigkeiten und Differenzen“ – Kämpfen als Praxis der Aushandlung von Identität, Inklusion und sozialer Erfahrung
16.-18.09.2026, Hamburg
13. Jahrestagung dvs-Kommission „Kampfkunst und Kampfsport“
Kampfkunst und Kampfsport sind weit mehr als körperliche Techniken oder sportliche Wettkampfformate. Als kulturell geprägte, pädagogisch genutzte und sozial eingebettete Praktiken eröffnen sie Räume, in denen persönliche Identifikationen entstehen und transformiert werden, Zugehörigkeiten ausgehandelt und Differenzen verkörpert werden. In ihnen verschränken sich individuelle Erfahrungen mit gesellschaftlichen Normen, Machtverhältnissen und Bedeutungszuschreibungen. Die Tagung versteht Kampfkunst und Kampfsport als verkörperte soziale Praktiken, in denen Fragen von Diversität, Inklusion und Exklusion, Anerkennung und Abgrenzung sowie Anpassung und Widerstand in besonderer Weise sichtbar werden. Dabei geraten sowohl mikrosoziale Interaktionen – etwa im Training, Unterricht oder Wettkampf – als auch institutionelle, kulturelle, gesellschaftliche und politische Rahmungen in den Blick.
Ausgehend von sportwissenschaftlichen, sozial- und kulturwissenschaftlichen, pädagogischen sowie ästhetischen Perspektiven fragt die Tagung danach, wie Vielfalt und Diversität im Kämpfen erlebt, hervorgebracht, vermittelt, reguliert und beforscht werden. Ziel ist es, empirische Befunde, theoretische Zugänge und praxisbezogene Erfahrungen miteinander ins Gespräch zu bringen und einen interdisziplinären Austausch über Kampfkunst und Kampfsport als gesellschaftlich relevante Praxisfelder zu fördern.
Programm der Tagung: Programm (PDF)
Ansprechperson:
Lea Holz
Universität Hamburg
Institut für Bewegungswissenschaft, AB Theorie und Praxis der Bewegungsfelder
Turmweg 2
20148 Hamburg
E-Mail: kuk2026.bw[at]uni-hamburg.de