Editors' Selection 3-2019 bis zum 30. November 2019 als freier Download

"Activity profiles and physiological responses during match play in four popular racquet sports: A literature review" von Antonia Edel, Yuchen Song, Thimo Wiewelhove & Alexander Ferrauti

Als 3. Ausgabe im Jahr 2019 der Editors' Selection der "German Journal of Exercise and Sport Research" wurde der Beitrag "Activity profiles and physiological responses during match play in four popular racquet sports: A literature review" von Antonia Edel, Yuchen Song, Thimo Wiewelhove & Alexander Ferrauti ausgewählt.
Der Beitrag ist bis zum 30. November 2019 als free access verfügbar.



Zusammenfassung
Badminton, Squash, Tischtennis und Tennis zählen zu den beliebtesten Rückschlagsportarten. Änderungen innerhalb der Spielregeln, bezüglich der Ausrüstung und der allgemeinen physischen Leistungsfähigkeit der Athleten, haben bewirkt, dass sich die Spielstruktur und damit auch die Anforderungen an die Spieler verändert haben. Da es für eine möglichst effiziente Trainingssteuerung notwendig ist, das Anforderungsprofil des Sports genau zu kennen, hat dies zu einem rapiden Anstieg der Nachfrage nach evidenzbasiertem Wissen zu Rückschlagspielen geführt. Dieses Review soll einen umfangreichen Überblick über das Belastungs- und Beanspruchungsprofil in Badminton, Squash, Tischtennis und Tennis geben. Ein Vergleich zeigt, dass sich die Matchstruktur der vier Sportarten hinsichtlich der intervallartigen Gestaltung ähnelt, sich diese Intervalle allerdings nach Sportarten unterscheiden lassen. So konnten hinsichtlich der durchschnittlichen Spieldauer, Ballwechsel- und Pausenzeiten, Arbeitsdichte, Schlagfrequenz und der zurückgelegten Distanzen sportartspezifische und charakteristische Unterschiede festgestellt werden. Hinsichtlich der physiologischen Beanspruchung konnten die höchsten durchschnittlichen kardiorespiratorischen Werte im Squash und Badminton gezeigt werden, während diese in Tischtennis und Tennis deutlich geringer ausfallen. Der kontinuierliche Wechsel zwischen hochintensiven Spielphasen und kurzen Phasen der Regeneration ist charakteristisch für alle vier betrachteten Sportarten, weshalb von einer hohen Beteiligung der anaerob alaktaziden, aber auch der aeroben Stoffwechselvorgänge an der Energiebereitstellung ausgegangen werden kann. Die anaerob laktazide Kapazität scheint hingegen ausschließlich in Squash ein leistungslimitierender Faktor zu sein. Diese Charakteristika sind wiederum auf die unterschiedliche Intervallgestaltung der jeweiligen Matchstruktur zurückzuführen. Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass die Belastungs- und Beanspruchungsformen der vier Sportarten durchaus einiges gemeinsam haben und dennoch jede Disziplin ihre eigenen Anforderungen mit sich bringt.

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