Editors' Selection 2-2020 bis zum 31. August 2020 als freier Download

„Jung stirbt, wen die Götter lieben? Zur Mortalität deutscher Olympiateilnehmer von 1956 bis 2016“ von Lutz Thieme

Als 2. Ausgabe im Jahr 2020 der Editors' Selection der „German Journal of Exercise and Sport Research“ wurde der Beitrag „Jung stirbt, wen die Götter lieben? Zur Mortalität deutscher Olympiateilnehmer von 1956 bis 2016“ von Lutz Thieme  ausgewählt. Der Beitrag ist bis zum 31. August 2020 als free access verfügbar.



Zusammenfassung
Während moderate sportliche Bewegung die Überlebenswahrscheinlichkeit einer Risikogruppe positiv beeinflusst, sind die Befunde im Leistungssport international gemischt. Für Deutschland liegt dazu nur eine Studie zu Fußball-Nationalspielern vor. Daher wurden mit Hilfe der Daten der Mitglieder der deutschen Olympiamannschaften 1956 bis 2016 (n = 6066) Hypothesen zu Effekten im Vergleich zur Gesamtbevölkerung, zum metabolischen Stoffwechsel, zu Einzel, Mix- und Mannschaftssportarten, zu Doping, zum olympischen Erfolg und zum Geschlecht getestet und dabei auch die Mitgliedschaft in den Olympiamannschaften der Bundesrepublik, der DDR sowie dem wiedervereinigten Deutschland berücksichtigt. Es zeigt sich, dass die Mitglieder der deutschen Olympiamannschaften bislang eine im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung höhere Mortalitätsrate aufweisen, es keine höheren Überlebensraten für die Mitglieder der Olympiamannschaften der alten Bundesrepublik gibt, sich keine Differenzen zwischen Sportarten finden lassen, aber steigende olympische Erfolge zu höheren Mortalitätsraten führen.

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