DOSB-Wissenschaftspreis 2019/2020

DOSB-Wissenschaftspreis 2019/2020 für Dr. Felix Kühnle

Das Preis-Kuratorium unter Vorsitz von Professor Dr. Achim Conzelmann wählte insgesamt sechs Arbeiten für einen Preis aus. Die Verleihung der Preise, die mit einer Geldsumme verbunden sind, nimmt DOSB-Präsident Alfons Hörmann im Rahmen einer Festakademie am 23. April 2021 voraussichtlich im Haus des deutschen Sports in Frankfurt am Main vor.

Kühnle, der an der Technischen Universität Darmstadt promoviert wurde, befasste sich in seiner Dissertation mit dem Thema „Depression im Spitzensport. Psychisches Leiden als Kommunikationsthema“. Diese Arbeit erfüllt die Kriterien der Preisvergabe – wissenschaftliche Qualität, Originalität und gesellschaftliche Relevanz des Themas – in besonderer Weise. Der Autor greift ein im öffentlichen Diskurs viel kommuniziertes Thema auf, das der Depression im Spitzensport. In Abgrenzung und Ergänzung zu den vorherrschenden medizinisch-psychiatrischen und psychologischen Blicken auf die Erkrankung fokussiert Kühnle auf die sozialen Bedingungen, die die Kommunikation über depressive Spitzenathlet*innen antreiben und damit das Schicksal der Betroffenen wesentlich beeinflussen.

Mit seinem Wissenschaftspreis zeichnet der DOSB herausragende sportwissenschaftliche Qualifikationsarbeiten aus. Zum Wettbewerb 2019/2020 wurden insgesamt 35 Arbeiten aus unterschiedlichen Gebieten und Disziplinen der Sportwissenschaft eingereicht. „Wir freuen uns, dass so eine hohe Zahl an hervorragenden Arbeiten eingereicht wurden. Diese bieten eine beeindruckende Leistungsschau der Sportwissenschaft“, so die zuständige DOSB-Vizepräsidentin Bildung und Olympische Erziehung, Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper. „Die thematische, theoretische und methodische Vielfalt und die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten spiegeln den aktuellen Stand der Sportwissenschaft wider“.

Zweite Preise bekommen Dr. Philipp Baumert (Liverpool John Moores University) für seine Arbeit „The Physiological and Genetic Factors Underpinning the Response to Muscle Damaging Exercise“ sowie Dr. Pavlina Kröckel (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg) für ihre Dissertation „Big Data Event Analytics in Football for Tactical Decision Support“.

Drei dritte Preise gehen an Dr. Dennis Krämer (Universität Hamburg/„Intersexualität im Sport – Eine Diskursanalyse über die mediale und medizinische Verhandlung des intersexuellen Körpers im Sport“), Dr. Julia Lohmann (Universität Freiburg „Trainer*innenverhalten in Gesundheitssportkursen“) sowie PD Dr. Hagen Wäsche (Karlsruher Institut für Technologie/„Soziale Strukturen und Netzwerke im Sport: Analysen und Steuerungsansätze struktureller Bedingungen sportbezogenen Handelns“).

(Quelle: DOSB)

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