Sport als kulturelle Praxis

Jahrestagung der dvs-Sektionen Sportsoziologie & Sportphilosophie
in Kooperation mit der DGS Sektion "Soziologie des Körpers und des Sports" sowie des DFG-Graduiertenkollegs 1608/1
03.-05. April 2014 in Oldenburg

Im Fokus der Tagung "Sport als kulturelle Praxis", an deren Ausrichtung die Sektionen "Sportsoziologie" und "Sportphilosophie" der dvs sowie die Sektion "Soziologie des Körpers und des Sports" der DGS beteiligt sind, stehen Praktiken in allen Formen des Sports, vom Spitzen- und Wettkampf- bis hin zum Gesundheits- und Risikosport.

Uns interessiert, wie diese Praktiken im Wechselspiel ihrer verschiedenen menschlichen und nicht-menschlichen Partizipanten - gemeint sind damit sowohl Sportler/innen als auch Räumlichkeiten, Sportstätten und Materialitäten sowie Diskurse, Symbole und mediale Inszenierungen - gemacht werden.

Ganz korrekt soll auf der Tagung bspw. folgenden Fragen nachgegangen werden:

  • Wie aktualisieren Straßensportler/innen in der städtischen Umgebung bisher unerkannt schlummernde Gebrauchsmöglichkeiten und schaffen ihre eigenen, mobilen Bedeutungs- und Bewegungsräume?
  • Wie werden Körper in Prozessen des Übens, Trainierens und Spielens für die unterschiedlichen Formen des Spitzen- und den Freizeitsports bearbeitet, sozialisiert, 'eingestellt' und geformt?
  • Wie, in welchen Praktiken, erfolgt die Selektion und Konstruktion von Talenten?
  • Oder auch: Wie bilden sich Individuen in diesen Praktiken zu spezifischen Sport-Subjekten?
  • Mittels welcher Sebsttechniken geben sie sich eine Form, die den stilistischen, ästhetischen und normativen Kriterien eines Sportmodells entspricht?
  • Welche Wissenstypen, Intentionen und Normativitäten (z. B. Vorstellungen über die (Il-)Legitimität des Einsatzes leistungssteigernder Substanzen) tragen und orientieren die verschiedenen Praktiken des Sports und die sich in ihrem Rahmen abspielenden Selbstbildungsprozesse?

Mit diesen Fragen ist ein Problemhorizont markiert, der zu Beitragsangeboten animieren möchte. Willkommen sind theoretisch-empirische Studien ebenso wie konzeptionelle und methodologische Überlegungen zu einer Praxeologie des Sports. Adressat kann die Sportwissenschaft ebenso sein wie ihre sozial- und kulturwissenschaftlichen "Mutterdisziplinen". Im ersten Fall können die Instrumente praxeologischer Kulturanalyse für die Auseinandersetzung mit den spezifischen Gegenständen des Sports nutzbar gemacht werden; im zweiten Fall ließe sich ausgehend von kulturwissenschaftlich-praxeologischen Analysen sportlicher Praktiken ein allgemeiner Beitrag zur Schärfung und Ausarbeitung dieser Instrumente leisten.

Vorschläge für Beiträge sollten folgende Angaben beinhalten: Problem- und Fragestellung, theoretische Bezüge, Methode, Ergebnisse. Die Abstracts sind als WORD-Dokument (max. 1 DIN A4-Seite) bis zum 15.11.2013 zu senden an sportsoziologie@uni-oldenburg.de. Über die Annahme des Beitrages entscheidet das wissenschaftliche Komitee (Th. Alkemeyer, M. Meuser, V. Schürmann) bis zum 20.12.2013. Eine Benachrichtigung erfolgt im Anschluss.

Weitere Infos hier.

Organisationsteam:
Prof. Dr. Thomas Alkemeyer
Kristina Brümmer
Alexandra Janetzko
Timm Wöltjen

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Institut für Sportwissenschaft
Lehrstuhl für Soziologie & Sportsoziologie
Postfach 2503
26111 Oldenburg
E-Mail: sportsoziologie@uni-oldenburg.de
Tagungswebsite