Neuerscheinungen 27 (20.06.2008)

Verena Oesterhelt, Jürgen Hofmann, Maren Schimanski, Martin Scholz & Helmut Altenberger (Hrsg.): Sportpädagogik im Spannungsfeld gesellschaftlicher Erwartungen, wissenschaftlicher Ansprüche und empirischer Befunde. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportpädagogik vom 7.-9. Juni 2007 in Augsburg. (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 175). Hamburg: Czwalina 2008, 316 S., ISBN 978-3-88020-503-1, 30,00 EUR

Die hohen gesellschaftlichen Erwartungen an den Sport stehen in Widerspruch zu den bisher existierenden empirischen Befunden. Ebenso wie teilweise unkritische Wirkungszusagen seitens des organisierten Sports häufig einer empirischen Basis entbehren. In diesem Spannungsfeld zwischen Erwartungen, Ansprüchen und wissenschaftlich belegter Realität ist die Sportpädagogik gefordert, Position zu beziehen. Im Rahmen der Jahrestagung 2007 der dvs-Sektion Sportpädagogik in Augsburg wurden die daraus resultierenden Erfordernisse diskutiert und eine aktuelle Standortbestimmung vorgenommen. Die Inhalte des vorliegenden Bandes greifen dabei die Facetten des oben dargestellten Spannungsfeldes auf. Abgebildet wird zum einen ein kritischer Blick auf die Ansprüche gegenüber den Leistungen des organisierten Sports. Zum anderen dokumentieren die Texte den Stand aktueller empirischer Befunde sowie neue Ansätze in der sportpädagogischen Forschung und leisten damit einen wichtigen Beitrag, um das Profil der Sportpädagogik weiter zu schärfen.

Steffen Bahlke, Daniela Piepgras, Karolin Heckemeyer & Klaus Cachay: Soziale Talente im Sport. Eine Studie zur Situation jugendlichen Engagements in Sportvereinen. (Sportsoziologie, 10). Schorndorf: Hofmann 2008, 352 S., ISBN 978-3-7780-3384-5,
24,90 EUR

Sportvereine leben von freiwilligem Engagement, es ist ihre wohl bedeutsamste Ressource. Entsprechend liegt eines ihrer Schlüsselprobleme immer auch darin, dieses Engagement zu wecken, für sich zu gewinnen und an sich zu binden, womit selbstversändlich gar nicht früh genug begonnen werden kann. Vorliegende Studie macht sich einesteils theoretisch, vor allem aber auch empirisch auf die Suche nach jenen strukturellen Bedingungen, die geeignet sind, ein weitergehendes Vereinsengagement von Kindern und Jugendlichen zu hemmen oder zu fördern. Denn nur in Kenntnis dieser Bedingungen wird sich das Projekt "Sportverein" auf Dauer fortfahren lassen.

Werner Hägele: Individualisierung und Körperkultur in nationaler Moderne und globaler Postmoderne. (Sport in moderner Postmoderne, 1). München: Homo Ludens 2008, 102 S.,
ISBN 978-3-928025-03-4, 13,80 EUR

Mit Bezug auf die Theorie sozialer Differenzierung werden die unterschiedlichen Menschenbilder in moderner Industriegesellschaft und postmoderner Informationsgesellschaft aufgezeigt sowie anhand der Genealogie von Körperkultur, Turnen und Sport beispielhaft verdeutlicht. Konträr zu den Hoffnungen der Aufklärungsphilosophie und analog zur gesellschaftlichen Entwicklung setzte sich in Turnen und Sport der klassischen Moderne zunächst jedoch die normativ-kollektivistische Individualitätsvariante durch. Erst mit der postmodernen Sport- und Bewegungskultur erlangte das reflexiv-interpretative Rollenmodell wachsende soziale Relevanz und Bedeutung. Die von extremen Modernisten und radikalen Postmodernisten vertretene Entgegensetzung von holistischem Subjekt und pluraler Patchwork-Identität wird indes nicht geteilt. Auch künftige Bestimmungen der Conditio humana werden ohne die maßvolle und je zeitgemäße Verkopplung von Einheit und Vielfalt, Natur und Kultur sowie von Logos und Ästhetik kaum grundlegende Erkenntnisfortschritte erzielen können.

Martin Engelhardt, Birgit Franz, Georg Neumann & Arndt Pfützner (Red.): 21. und 22. Internationales Triathlon-Symposium. Regensburg 2006 / Dresden 2007. (Triathlon und Sportwissenschaft, 19). Hamburg: Czwalina 2008, 112 S., ISBN 978-3-88020-498-0, 12,50 EUR

Der vorliegende Band versammelt aktuelle sportwissenschaftliche und sportmedizinische Beiträge aus den Internationalen Triathlon-Symposien 2006 und 2007. 2006 fand im Rahmen der 22. Deutschen Triathlonmeisterschaft der Ärzte und Apotheker das 21. Triathlonsymposium in Regensburg statt. Das 22. Triathlonsymposium wurde 2007 von der Orthopädischen Universitätsklinik Dresden organisiert. Insgesamt konnten neun Beiträge für diesen Symposiumsband aufgearbeitet werden, so z.B. zu extremen Ausdauerbelastungen (Georg Neumann; Beat Knechtle; Georg Neumann & Kuno Hottenrott), zur Leistungsdiagnostik im Lauf (Dieter Gohlitz & Harry F. Neumann), zur Schwimmerschulter (Ulrich Nieper & Björn Jöger) und anderen sportmedizinischen Themen sowie zur Trainingsgestaltung (Thomas Moeller u.a.; Ralf Ebli & Thomas Moeller).

Yvonne Weigelt-Schlesinger: Geschlechterstereotype - Qualifikationsbarrieren von Frauen in der Fußballtrainerausbildung? (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 178; Forum Sportwissenschaft, 17). Hamburg: Czwalina 2008,?172 S., ISBN 978-3-88020-508-6, 20,00 EUR

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, weshalb Frauen selten eine Ausbildung zur Fußballtrainerin beginnen oder eine bereits begonnene Ausbildung wieder abbrechen. Dabei interessiert insbesondere die Bedeutung von Geschlechtsstereotypen bei der Ausgrenzung von Frauen aus oder der Benachteiligung während der Trainerausbildung. So wird danach gefragt, unter welchen Bedingungen z.B. Athletinnen eine Trainerausbildung aufnehmen bzw. die Trainerausbildung wieder abbrechen würden, darüber hinaus werden aber auch Ausbildungskonzepte auf potentiell exkludierende Wirkungen untersucht. Dabei setzt sich die Arbeit (Dissertation der Autorin an der Universität Tübingen 2007) vor allem mit den organisationalen Barrieren einer Trainertätigkeit von Frauen auseinander, wobei die Tiefenstrukturen der Sportorganisationen auf deren exkludierende Wirkungen hin näher beleuchtet werden. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Exklusion von Frauen aus dem Traineramt oft schon beginnt, bevor sich Athletinnen überhaupt bewusst Gedanken darüber machen, ob sie Trainerin werden sollen oder nicht. Auüerdem wird deutlich, dass Maßnahmen zur Förderung von weiblichem Trainernachwuchs, die grundsätzlich als positiv herausgestellt werden, durch die typischen Strukturen auf mikrosozialer Ebene im Fußball geradezu ausgehebelt werden. Schließlich liefern die Ergebnisse der Untersuchung Denkanstöße für die Verbände, die ihre ausschließlich auf Gleichbehandlungs- bzw. Gleichstellungsprogramme fokussierte Politik überdenken müssen, wobei Gleichstellungsprogramme durchaus nicht in allen Sektoren des Fußballs vorhanden sind. Darüber hinaus ist es wichtig, das Ausbildungspersonal zu schulen und spezifische Coachings anzubieten, die eine Integration von Frauen in die Trainertätigkeit fördern.

Vera Volkmann: Biographisches Wissen von Lehrerinnen und Lehrern. Der Einfluss lebensgeschichtlicher Erfahrungen auf berufliches Handeln und Deuten im Fach Sport. (VS Research). Wiesbaden: VS-Verlag 2008, 269 S., ISBN 978-3-8350-7031-8,
35,90 EUR

Lebensgeschichtliche Erfahrungen haben auf den Professionalisierungsprozess von Lehrerinnen und Lehrern einen maßgeblichen Einfluss. Diesem Zusammenhang geht die Autorin in ihrer Arbeit (Dissertation an der Universität Oldenburg im Jahr 2007) anhand biographischer Fallstudien nach, die auf der Grundlage narrativ-biographischer Interviews entwickelt wurden. Am Beispiel des Sports mit seiner starken Verwobenheit zwischen Privatem und Beruf lässt sich aufzeigen, wie bedeutsam die persönlichen Erfahrungen im und mit Sport, aber auch mit Erziehung und Schule für die eigene pädagogische Praxis sind. Sie werden, so das Ergebnis der Untersuchung, zu einer Art Hintergrundfolie für die pädagogische Reflexion und das darauf basierende berufliche Handeln. Somit wendet sich das Buch sowohl an LehrerInnen (insbesondere mit dem Fach Sport), Studierende und Referendare in der (Sport-)Lehramtsausbildung an der Universität sowie in der schulischen Lehramtsausbildung als auch an BiographieforscherInnen und Forschende aus dem Bereich Grounded Theory.

Urs Gerig & Thomas Frischknecht: Richtig Mountainbiken.
(blv sportpraxis top). München: BLV 2008, 128 S.,
ISBN 978-3-8354-0101-3, 12,95 EUR

Das Mountainbike bewährt sich zunehmend als ideales Sportgerät für Gesundheit und Fitness. Mit diesem Buch legen die Autoren eine grundlegende Anleitung zum Mountainbiken vor und machen Lust auf Bewegung. Sie erklären sowohl dem Anfänger, wie er durch das Mountainbiken seine Fitness aufbauen und gleichzeitig etwas für seine Gesundheit tun kann, als auch dem leistungsorientierten Sportler, wie er seine Trainings- und Wettkampfleistung verbessern kann. Im Mittelpunkt steht dabei die Praxis: Die passende Ausrüstung und die richtige Fahrtechnik. Die Autoren entwickeln Trainingsprogramme für verschiedene Zielgruppen und Könnensstufen. Hier finden Fitnesssportler, Frauen und Kinder, aber auch Senioren Tipps, um ihr individuelles Trainingsprogramm zusammenzustellen. Dazu gehören auch richtige Ernährung, abgestimmte Trainingsintensität und Erholungsphasen.

Günter Kirschling: Die Gleichwertigkeit von Leistung und Zufall
im Wettkampfsport. Schorndorf: Hofmann 2008, 112 S.,
ISBN 978-3-7780-8500-4, 14,90 EUR

Die auch für Experten oft undurchschaubaren Zusammenhänge im Wettkampfsport sollen transparenter werden. Die wichtigsten Komponenten, die die Wettkampfresultate beeinflussen, sind die sportliche Leistung und der Zufall. Die für den Erfolg zwingend notwendige Leistung sorgt für Anerkennung und Bewunderung bis hin zum Starkult. Zufall bedeutet im Sport Ungewissheit und erzeugt Spannung. Zufälle treten im Sport nicht nur als unerwartete Einzelereignisse wie Fehler, Patzer oder Stürze in Erscheinung. Weitgehend unbekannt sind die verdeckten Zufälle, die unerkennbar und untrennbar mit der Leistung verknüpft sind und vornehmlich die Ergebnisse im Mannschaftssport, vor allem im Liga-Fußball der Männer nachweislich beeinflussen.

Rainer Schliermann & Horst Hülß: Mentaltraining im Fußball.
Ein Handbuch für Trainer, Übungsleiter und Sportlehrer.
(Mentaltraining im Sport, 1). Hamburg: Czwalina 2008, 188 S.,
ISBN 978-3-88020-501-7, 19,50 EUR

Nur wenn eine optimale körperliche und mentale Verfassung vorliegt, kommt es zur bestmöglichen Leistung im Fußball. Beim körperlichen Bereich kann der Fußballtrainer mittlerweile auf Standardliteratur mit spezifischen Trainingsformen zurückgreifen. Für das Mentale Training sind solche Handreichungen kaum zu finden. Hier setzt das vorliegende Handbuch an. Es verfolgt das Ziel, Fußballtrainern, Übungsleitern und Sportlehrern konkrete Handlungsanweisungen anzubieten, mithilfe derer sie mental mit ihren Mannschaften arbeiten können. Es soll also der Trainer selbst sein, der im psychologischen Bereich mit den Spielern arbeitet - und nicht vorrangig der externe Sportpsychologe. Das Buch verbindet Theorie und Praxis in verständlicher Form und beinhaltet u.a. auch anonymisierte Zitate deutschsprachiger Spitzentrainer, die aus einem Forschungsprojekt des Erstautors resultieren. Die Autoren sind ausgewiesene Experten für Sportpsychologie und Fußballpraxis. Mit diesem Band wird eine Reihe zu "Mentaltraining im Sport" eröffnet, in der in loser Folge Bände zum mentalen Training in verschiedenen Sportarten erscheinen werden.

Monika Roscher (Hrsg.): Ästhetik und Körperbildung. Jahrestagung der dvs-Kommission Gerätturnen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaften der Universität Basel vom 18.-20. September 2006 in Magglingen (Schweiz). Bern (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 177). Hamburg: Czwalina 2008, 136 S., ISBN 978-3-88020-507-9, 16,50 EUR

Im Zentrum des Bandes steht die Frage nach den spezifischen Bildungspotenzialen des Turnens. Die Beiträge bewegen sich jenseits der Legitimationsdebatte über den Schulsport aber diesseits didaktischer und methodischer Konsequenzen für den Unterricht an Hochschulen und Schulen. Besonderes Augenmerk wird auf die Argumentationslinie einer ästhetischen Bildung im Turnen gelegt. Damit reicht die Spanne der vorliegenden Beiträge von einer theoretischen Fundierung des Turnens bis hin zu praktischen Beispielen für die Lehramtsausbildung. Ebenso finden sich in diesem Band interessante Werkstattberichte und Diskussionsbeiträge zum Turnen.

Markus Gerber: Sport, Stress und Gesundheit bei Jugendlichen. (Beiträge zur Lehre und Forschung im Sport, 162). Schorndorf: Hofmann 2008, 500 S., ISBN 978-3-7780-4620-3, 39,90 EUR

In modernen Technologiegesellschaften stellt Stress ein aktuelles Problem dar. Auch Jugendliche sind heute zum Teil hohen Stressbelastungen ausgesetzt. Dies kann sich ungünstig auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden auswirken. Aus Sicht aus der Public Health stellt sich deshalb die Frage, wie das Entstehen von Stress verhindert bzw. dessen gesundheitsschädigende Wirkung abgemildert werden kann. In dem vorliegenden Band wird darum erörtert, ob sportliche Aktivität im Jugendalter stressbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen entgegenwirkt. Gleichzeitig werden neben dem Sport weitere Gesundheitsressourcen untersucht. Zur Erfassung des Stresserlebens werden mit einem ressourcentheoretischen Ansatz neue Wege beschritten.

Hajo Bach & Tobias Bach: Erlebnispädagogik im Wald.
Arbeitsbuch für die Praxis. (erleben & lernen, 12). München:
Reinhardt 2008, 224 S., ISBN 978-3-497-01961-8, 24,90 EUR

Erleben und Lernen im Wald - Handys müssen draußen bleiben. Und dann: hinein ins Abenteuer! Denn richtig spannend wird's erst, wenn kaum Hilfsmittel aus der Zivilisation zur Verfügung stehen. Im Naturcamp übernachten die Kinder und Jugendlichen in selbstgebauten Hütten. Sie hangeln sich an Seilen über Schluchten und Gewässer, fangen Fische ohne Angel und lernen, giftige von essbaren Pflanzen zu unterscheiden. Knotenkunde, Strickleitern und Floße bauen, klettern, sich abseilen und orientieren, Feuer machen - all das gehört dazu. Für den Ernstfall proben die Kinder, wie sie Kranke transportieren können. Lagerfeuerabende runden das Naturerlebnis ab. Wildnistrainings gibt es für Eltern mit Kindern und für Erwachsene. Die Autoren, beide Erlebnispädagogen und Survival-Trainer, geben auch für Führungskräfte Hinweise, wie Teambildung und Problemlösungen unter erschwerten Bedingungen trainiert werden können.

Gerd Nufer & André Bühler (Hrsg.): Management und Marketing
im Sport. Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Anwendungen
der Sportökonomie. Berlin: Erich Schmidt 2008, 568 S.,
ISBN 978-3-503-11007-0, 59,95 EUR

Die Kommerzialisierung des Sports nimmt weiter zu. Viele Sportorganisationen sind heute mit mittelständischen Unternehmen vergleichbar. Wer hier Entscheidungen trifft, ohne über entsprechendes betriebswirtschaftliches Know-how zu verfügen, geht hohe Risiken ein. Wie man erfolgreich im Sportmanagement und Sportmarketing agiert und Risiken vermeidet, stellen renommierte Sportökonomie-Experten (u.a. Christoph Breuer, Simon Chadwick, Frank Daumann, Helmut Digel, Heinz-Dieter Horch, Gregor Hovemann, Siegried Nagel u.a.) kompakt und gut verständlich in ihren Beiträgen in diesem Sammelband dar. Dabei geht es um betriebswirtschaftliches Fachwissen und seine Anwendung im Sportmanagement, Einblicke in aktuelle Trends im Sportmarketing und in den Arbeitsmarkt für Sportmanager. Didaktisch ist der Band aufgrund der einheitlichen Struktur der Beiträge und der integrierten Fallstudien sehr benutzerfreundlich aufbereitet. Man erhält eine theoretisch fundierte und dennoch praxisnahe, umfassende Darstellung zum Sportmanagement und Sportmarketing auf anspruchsvollem Niveau, die besonderen Wert auf Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Ausführungen legt. Studierenden wird anhand der zahlreichen Beispiele und Kontrollfragen zusätzlich die Möglichkeit der selbstständigen Übung geboten.

Nina Westphal: Nordic Walking. Schorndorf: Hofmann 2008,
35 Karten (11 x 7,2 cm), ISBN 978-3-7780-8520-2, 7,90 EUR

Die Idee dieses "Nordic Walking" Karten-Sets ist es, neben dem Ausdauertraining, noch speziell etwas für die Beweglichkeit, Kräftigung und Koordination zu tun. Zum Training können z. B. 3 Karten gezogen und in der Sportjacke mitgenommen werden. Anhand des Fotos auf der einen Seite sieht man die Ausführung der Übung, auf der Rückseite ist diese detailliert beschrieben und es werden weitere Hinweise gegeben. Es werden Einzel- und Partnerübungen gezeigt. Ein praktisches Hilfsmittel zur Bereicherung Ihres Sports mit einer spielerischen Note. Die Übungen werden somit variiert und auch Partnerübungen gestalten das Training abwechslungsreich.

Michael Krüger (Hrsg.): "mens sana in corpore sano" - Gymnastik, Turnen, Spiel und Sport als Gegenstand der Bildungspolitik vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportgeschichte vom 7.-8. Juni 2007 in Frankfurt am Main. (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 179). Hamburg: Czwalina 2008,?192 S., ISBN 978-3-88020-509-3, 20,00 EUR

Die neuere Bildungsgeschichte des Sports beginnt mit der Gymnastik als Teil und Mittel der Erziehung seit Johann Christoph Friedrich GutsMuths. Die Turnbewegung des frühen 19. Jahrhunderts, geprägt durch Friedrich Ludwig Jahn, knüpfte daran an. Bei Jahn ging es jedoch um mehr als körperliche Erziehung und Gesundheit. Turnen war ein Teil der sozialen und politischen Bildung der (jungen) Bürger im Rahmen des gesellschaftlich organisierten Nationalismus. Die Einführung des Schulturnens im 19. Jahrhundert bedeutete schließlich einen entscheidenden Schritt zur institutionellen Verankerung der körperlichen Erziehung im öffentlichen Schul- und Bildungswesen. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert folgten zahlreiche neue Initiativen und Konzepte zur Reform des traditionellen Schulturnens. Die Bildungsgeschichte der Leibeserziehung und des Sports im 20. Jahrhundert weist wiederum viele Facetten und Brüche auf, die auf die gesellschaftlichen Verwerfungen, politischen Umwälzungen und Kriege dieses blutigen Jahrhunderts zurückzuführen sind.