Neuerscheinungen 26 (30.05.2008)

Sebastian Braun & Stefan Hansen (Hrsg.): Steuerung im organisierten Sport. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportsoziologie vom 25.-27. September 2006?in Paderborn. (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 170). Hamburg: Czwalina 2008, 368 S.,?ISBN 978-3-88020-493-5,?32,50 EUR

Sportverbände und -vereine klagen seit längerem über zunehmende Probleme, sich in einer immer unübersichtlicheren Umwelt orientieren, organisationsinterne Prozesse angemessen ausgestalten und auf die zunehmend komplizierter werdenden Personalfragen adäquat reagieren zu müssen. Angesprochen sind damit zentrale Steuerungsprobleme im organisierten Sport. Mit diesem Thema setzt sich der vorliegende Band auseinander, der Beiträge enthält, die auf der Jahrestagung der dvs-Sektion Sportsoziologie zum Thema "Steuerung im organisierten Sport" vom 25.-27. September 2006 in Paderborn vorgestellt und diskutiert wurden. Die Beiträge sind in drei umfangreichere Teile gegliedert, die sich mit folgenden thematischen Schwerpunkten befassen: Steuerung auf der Makroebene des Sportsystems, Steuerung auf der Mesoebene der Organisationen, Steuerung auf der Mikrobene der Individuen. Unter diesen drei Perspektiven werden sowohl empirische als auch theoretische Beiträge präsentiert, die der wissenschaftlichen Diskussion neue Impulse geben und Anregungen für die praxisbezogene Umsetzung bieten können. Der vorliegende Band soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Disziplinen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Sportselbstverwaltung und der öffentlichen Sportverwaltung einen konstruktiven Dialog über Steuerungsfragen im organisierten Sport ermöglichen.

Gunther Frank: Koordinative Fähigkeiten im Schwimmen. Der Schlüssel zur perfekten Technik. 5., überarb Auflage Schorndorf: Hofmann 2008, 196 S. , ISBN 978-3-7780-7125-0, 21,90 EUR

Wenn man einen Blick auf die gängige Praxis des Schwimmtrainings wirft, so zeigt sich, dass sie in der Regel vorwiegend durch stupide kilometer- und konditions-orientierte Trainingspraktiken gekennzeichnet ist. Das Ziel des Autors ist es, mithilfe einer umfangreichen Sammlung an Übungs- und Trainingsformen die Vorteile eines fertigkeits- und fähigkeitsorientierten, qualitativ anspruchsvollen Trainings aufzuzeigen und damit die Monotonie des Trainingsalltags zu überwinden. Die altersadäquaten Übungsbeispiele für den Schwimmunterricht an der Schule entsprechen den so genannten Grund-/Kernbewegungen im Schwimmen und erleichtern den Erwerb der Schwimmtechniken und optimieren deren Ausführung.

Nicole Philippi & Achim Knollenberg: Zum Einfluss des Sportunterrichts auf das Körperkonzept. (Sportwissenschaft
und Sportpraxis, 151). Hamburg: Czwalina 2007,
82 S., ISBN 978-3-88020-494-2, 12,00 EUR

Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass eine zunehmende Anzahl an Kindern bereits im Grundschulalter Bewegungs- und Motorikstörungen, Haltungsschäden sowie Koordinationsschwächen aufweist. Typische Alterskrankheiten, wie Diabetes mellitus Typ II treten immer häufiger bei Kindern im Grundschulalter auf. Das Wissen über gesunde Ernährung und Wirkungen sportlicher Aktivität auf den Körper ist in der Regel weder bei Jugendlichen noch bei Erwachsenen vorhanden und wird im Rahmen des normalen Sportunterrichtes in der Schule unzureichend thematisiert. Das vorliegende Buch berichtet über ein Projekt zu den Auswirkungen eines fitness- und gesundheitsbezogenen Sportunterrichtes in einem Leistungskurs Sport am Steinbart-Gymnasium Duisburg. Dabei wird das Selbstkonzept in seiner körperlichen Dimension, das für die Identitätsentwicklung des Jugendlichen von zentraler Bedeutung ist, zum Beginn und zum Abschluss einer fitness- bzw. gesundheitsorientierten Unterrichtsreihe über die Zeitspanne eines Schulhalbjahres hinterfragt und analysiert. Die körperlichen Probleme vieler Jugendlicher, eine oftmals ablehnende Haltung zum Sport und eine sich ändernde Norm der Präsentation von Körperbildern in der Öffentlichkeit und im Schulalltag lassen auf eine Verlagerung im Selbstkonzept vieler Jugendlicher schließen, die mehr und mehr richtungsweisend wird. In diesem Kontext werden Vorstellungen der eigenen Leistungsfähigkeit, Attraktivität und Vorstellungen vom eigenen Körper analysiert. Im Zentrum der Studie steht folgende Fragestellung: Inwieweit beeinflusst Sportunterricht in fitness- bzw. gesundheitsorientierter Form mit integrativer Theorievermittlung das Körperkonzept bei Jugendlichen? Aus den Ergebnissen werden Konsequenzen und Rückschlüsse für die Planung und Umsetzung eines Unterrichtsfaches Gesundheitserziehung mit integrierter Theorie- und Praxisvermittlung gezogen.

Günter Berends & Fabian Saak: Rugby in der Schule. (Praxisideen, 22). Schorndorf: Hofmann 2008, 128 S., ISBN 978-3-7780-0221-6, 14,90 EUR

Rugby ist ein Mannschaftsspiel, das weltweit zu den bekanntesten und beliebtesten Sportarten gehört. Weltmeisterschaften im Rugby zählen zu den größten inter-nationalen Sportveranstaltungen. In den teilnehmenden Nationen wird Rugby auch im Schul-, Freizeit- und Breitensport besonders geschätzt. Für die Einführung in die Grundstrukturen des in Deutschland noch wenig bekannten Spiels wird hier ein Vermittlungskonzept angeboten. Es gibt eine Vielzahl gut illustrierter und ausführlich beschriebener Anregungen für die Planung und Durchführung von Schul- und Vereinssport. Dabei wird der besondere Wesenszug des zielgerichteten Körperkontakts hervorgehoben. Den Autoren ist es ein großes Anliegen, dem Leser Zusammenhänge und Abläufe des Rugby so verständlich zu machen, dass das komplexe Spiel ganzheitlich durchschaut werden kann.

Klaus Rudolph (Hrsg.): Lexikon des Schwimmtrainings.
Das ABC für Aktive und Trainer. Hamburg: Praezi-Druck 2008,
448 S., ISBN 978-3-00-024022-5, 24,50 EUR
(Bezug über: Dividan Druckvertrieb, www.dividan.de)

Der Autor, Referent für Lehrwesen Schwimmen im Deutschen Schwimm-Verband, will mit diesem Nachschlagewerk eine Lücke in der Trainerausbildung schließen. Die Stichworte dieses Lexikons wurden nach ihrem "Brauchwert" für die Praxis des Trainers übernommen, aber nicht nur aus der Perspektive des Beckenrandes. Im Vordergrund stand nicht das Schwimmen in seiner ganzen Spanne vom Anfängerunterricht bis zum Gesundheits- und Breitensport, sondern das wettkampfmäßig betriebene Schwimmen (Sportschwimmen). Damit sollen die Becken- wie Freiwasserschwimmer, die Nachwuchs- wie die Masterschwimmer, die behinderten Leistungsschwimmer wie die modernen Fünfkämpfer oder die Triathleten angesprochen werden. In rund 4.000 Fachbegriffen/Stichworten sowie 460 Abbildungen und Grafiken werden allgemeinverständlich formulierte sportwissenschaftliche Informationen für die Trainingspraxis der Aktiven und Trainer im Sportschwimmen vermittelt.

Klaus Reischle & Markus Buchner: SwimStars. Schwimmen lernen und Techniktraining optimieren. Schorndorf: Hofmann 2008, 112 S. + CD-ROM, ISBN 978-3-7780-6190-9, 17,90 EUR

Wasser ist das Element des Lebens. Ein jeder, der schwerelos durchs Wasser gleitet, weiß, dass die Bewegung im Wasser ein ganz besonderes Vergnügen darstellt. Es bedarf jedoch auch schwimmerischer Fertigkeiten, um sich souverän und sicher darin bewegen zu können. Hierbei liegt der dsv-Jugend besonders am Herzen, dass die Kinder und Jugendlichen eine qualifizierte Ausbildung genießen und zur Bewegung im Wasser nachhaltig motiviert werden. Dieses neue dsv-Schwimmhandbuch und die beiliegende CD-ROM leisten dazu einen wichtigen Beitrag und bereichern den Sportunterricht und das Schwimmtraining. Die 11 SwimStars (Schwimmabzeichen) repräsentieren 11 motivierende Teillernziele als Orientierungshilfen für das Erlernen der Schwimmarten und des Techniktrainings.

Barbara Halberschmidt: Psychologische Schulsport-Unfallforschung. (Forum Sportwissenschaft, 16; Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 173). Hamburg: Czwalina 2008, 188 S., ISBN 978-3-88020-500-0, 20,00 EUR

Unfälle gehören zum Alltag an deutschen Schulen: Im Jahr 2003 sind den Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand in Deutschland ca. 1,36 Mio. Unfälle im Rahmen der gesetzlichen Schülerunfallversicherung gemeldet worden. Davon waren allein 47% Sportunfälle. In Anbetracht des gleichzeitig rückläufigen Umfangs an erteiltem Sportunterricht und den sinkenden Schülerzahlen stellt sich die Frage, ob die dennoch als rückläufig zu bezeichnenden Unfallzahlen überhaupt als Erfolg von bisher vorgenommenen Maßnahmen zu bewerten sind. Es steht zu bezweifeln, dass die Ergebnisse der bisher vorgenommen Studien zum Unfallgeschehen angesichts der nach wie vor hohen Unfallzahlen Eingang in die Unterrichtsplanung der Lehrer gefunden haben. Es muss also weiterhin ein wichtiges Ziel sein, die Ursachen für Schulsportunfälle zu untersuchen und daraus sicherheitsfördernde Maßnahmen zu formulieren. Die vorliegende Arbeit (Dissertation der Autorin 2007 an der Universität Münster) ist im Rahmen einer Längsschnitt-Studie über 1,5 Jahre mit knapp 1.700 Schüler/innen und Lehrer/innen in Nordrhein-Westfalen entstanden. In ihr wird versucht, bisherige Forschungslücken zu schließen. Anhand des Stress-Verletzungs-Modells von Williams und Andersen (1998) wird von einer stressbehafteten Situation im Sportunterricht ausgegangen, die kognitive Prozesse der Schüler/innen in Gang setzt, die, je nach Verlauf, zu einem Unfall im Sportunterricht führen.

Frank Büchle & Steffen Heckele: 999 Spiel- und Übungsformen im Ringen, Raufen und Kämpfen. Schorndorf: Hofmann 2008, 312 S., ISBN 978-3-7780-2251-1, 23,00 EUR

Ringen, Raufen und Kämpfen - aber wie? In diesem neuesten Band werden vielerlei Spiel- und Übungsformen zu dem großen Handlungsfeld "Zweikämpfen" und "Kampfsportarten" aufgezeigt. Sowohl der Lehrer in der Schule als auch der Trainer im Verein findet in diesem Nachschlagewerk ausreichende Spiele und Übungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Berührungsängste werden abgebaut, Vertrauen geschaffen, spezielle Techniken gelernt und Kampfspiele eingesetzt. Durch das vielfältige Übungsangebot der Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination können die Übungs- und Spielformen für das Training von anderen Sportarten und für den Sportunterricht in der Schule allgemein zum Tragen kommen. Kooperative Spiele runden das Buch ab.

Ulrike Röger, Claudia Kugelmann, Yvonne Weigelt-Schlesinger & Marit Möhwald (Hrsg.): Frauen am Ball. Analysen und Perspektiven der Genderforschung. (TrendSportWissenschaft, 11). Hamburg: Czwalina 2008, 84 S., ISBN 978-3-88020-505-5, 12,00 EUR

Die Erfolge der deutschen Frauen-Nationalmannschaft haben dazu beigetragen, dass der Frauenfußball eine steigende Anerkennung und Akzeptanz in der Öffentlichkeit findet. Immer mehr Mädchen und Frauen schließen sich den im Deutschen Fußball-Bund organisierten Frauen- und Mädchenmannschaften an - Frauen- und Mädchenfußball ist zu einem Trendsport geworden. Zum Thema "Frauen am Ball - Analysen und Perspektiven der Genderforschung" fand am Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen-Nürnberg vom 27.-29. Oktober 2005 ein Symposium statt, dessen Beiträge in diesem Band zusammengetragen worden sind. Dabei stehen aktuelle Beiträge aus verschiedenen Teilgebieten der Sportwissenschaft neben Beiträgen von international anerkannten ExpertInnen aus angrenzenden Forschungsdisziplinen (u.a. von Gertrud Pfister, Gerald Gems, Andrea E. Abele, Hartmut Gaulrapp, Anne Becker & Heinrich Hess und Marianne Meier), die sich dem Thema "Frauen am Ball" widmen.

Franz Bockrath, Bernhard Boschert & Elk Franke (Hrsg.): Körperliche Erkenntnis. Formen reflexiver Erfahrung. Bielefeld: transcript 2008, 252 S., ISBN 978-3-89942-227-6, 25,80 EUR

Die klassische Bewusstseinsphilosophie sieht über die körperlich-praktische Verschlingung der Akteure mit ihren Umwelten weitgehend hinweg: Ihr Leitbild des autonomen Subjekts begreift die Menschen vornehmlich als theoretische Abstrakta. Übersehen wird dabei, dass wir durch den Körper lernen - im praktischen Austausch mit der Welt dringt das Soziale nach und nach in den Körper ein. Die daraus resultierende Koinzidenz von objektiven Strukturen und subjektiven Schemata des Habituellen macht das praktische Begreifen der Welt erst möglich. Dieser Band verdeutlicht die Bildung von Erkenntnis durch den Körper an ausgewählten Beispielen und fährt damit eine Diskussion fort, die bisher vorwiegend auf den französischen Sprachraum beschränkt war.

Gorden Sudeck, Achim Conzelmann, Katrin Lehnert, & Erin Gerlach (Hrsg.): Differentielle Sportpsychologie - Sportwissenschaftliche Persönlichkeitsforschung. 40. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp) vom 1.-3. Mai 2008 in Bern (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 176). Hamburg: Czwalina 2008, 152 S., ISBN 978-3-88020-506-2, 18,50 EUR

Dieser Band enthält die Abstracts der Beiträge zur 40. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp), die vom 01.-03. Mai 2008 in Bern stattfand (www.asp2008.ch). Unter dem Tagungsthema "Differentielle Sportpsychologie - Sportwissenschaftliche Persönlichkeitsforschung" standen sportpsychologische Fragestellungen im Mittelpunkt, die sich auf interindividuelle Unterschiede und intraindividuelle Veränderungen im Verhalten und Erleben im Setting Sport beziehen.

Marie-Luise Klein & Markus Kurscheidt (Hrsg.): Neue Perspektiven ökonomischer Sportforschung. (Sportökonomie, 9). Schorndorf: Hofmann 2008, 238 S., ISBN 978-3-7780-8369-7, 19,90 EUR

Fünfzig Jahre nach dem sportökonomischen Pionierartikel von Simon Rottenberg hinterfragt der Arbeitskreis Sportökonomie e.V. in diesem Band zu der gemeinsamen Bochumer Tagung mit der International Association of Sports Economists vom Mai 2006 den Kenntnisstand der sport- und wirtschaftswissenschaftlichen Teildisziplin. Die ausgewählten Beiträge decken in Verbindung mit zwei einführenden Übersichtsartikeln das breite Spektrum neuerer Forschung zur Sportökonomik und zum Sportmanagement sowohl thematisch als auch methodologisch durchaus repräsentativ ab. Sie reichen von theoretisch-konzeptionellen Entwürfen zum zukünftigen Forschungsprogramm etwa im professionellen Ligasport über empirisch-methodisch exemplarische Studien zu Sportevents bis zu vernachlässigten Untersuchungsobjekten wie dem Nachwuchsmarkt für Nationalmannschaften.

Marco Danisch & Lutz Müller: Cues für eine bessere Tischtennis-Technik (Lernsoftware zum Techniktraining in den Sportspielen, 3). Hamburg: Czwalina 2008, DVD, ISBN 978-3-88020-460-7, 19,90 EUR

Die Lernsoftware unterstützt die Technikschulung und ist für ein selbstständiges üben - in Ergänzung zum meist spielorientierten Unterricht und Training in der Gruppe - konzipiert. Die Lernsoftware "Cues für eine bessere Tischtennis-Technik" dient zur praktischen Verbesserung von Schlagtechniken im Tischtennis. Sie enthält Interaktive Bildreihen und Bewegungspuzzles zu sämtlichen Tischtennis-Techniken (700 Fotos, Bildreihen und Abbildungen; über 180 Seiten Textmaterial zum Ausdruck), 30 Minuten Videomaterial mit dynamischen Präsentationen sämtlicher Tischtennis-Techniken in unterschiedlichen Perspektiven und in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und bewegungsunterstützende Hinweise (Cues) zu den jeweiligen Schlagtechniken. Die Lernsoftware läuft auf handelsüblichen Windows-Systemen (98, Me, 2000, XP) mit mind. 64 MB RAM und DVD-Laufwerk. Hochschulen und Schulen erhalten auf Anfrage Sonderpreise beim Bezug der Lernsoftware.

Udo Wohnhas-Baggerd: ADHS und Psychomotorik. Systemische Entwicklungsbegleitung als therapeutische Intervention. (Reihe Motorik, 29). Schorndorf: Hofmann 2008, 216 S., ISBN 978-3-7780-7029-1, 21,90 EUR

Das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) gehört mit den aggressiven Verhaltensstörungen zu den häufigsten diagnostizierten psychischen Störungen im Kindesalter. Das ADHS ist durch Störungen der Aufmerksamkeit, der Impulskontrolle und der motorischen Unruhe gekennzeichnet. Ein großes öffentliches Interesse an diesem Phänomen ist aus dem hohen Leidensdruck der betroffenen Kinder und der tangierten Umwelt entstanden. Das grundlegende Problem bei der Behandlung dieses Störbildes ist die Effizienz der Behandlungsmethoden, die im direkten Zusammenhang mit dem Leidensdruck der betroffenen Kinder steht. Es wird dargestellt, dass singuläre Therapieansätze nicht nachhaltig effektiv sind. Inwieweit Therapiekombinationen wirken oder ob ein ganzheitlicher Ansatz, wie ihn die Psychomotorik bieten könnte, notwendig ist, wird diskutiert. An Hand von vier Fallbeispielen wird ein psychomotorisches Modell in der Praxis dargestellt und überprüft.