Neuerscheinungen 24 (25.03.2008)

Manfred Wegner, Florian Pochstein & Klaus Pfeifer (Hrsg.): Rehabilitation: Zwischen Bewegungstherapie und Behindertensport. Jahrestagung der dvs-Kommission Gesundheit vom 21.-22. September 2006 in Kassel. (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 172). Hamburg: Czwalina 2008, 160 S.,
ISBN 978-3-88020-499-7, 18,50 EUR

Der vorliegende Band enthält die Beiträge zur 10. Jahrestagung der Kommission Gesundheit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, die vom 21.- 22. September 2006 in Kassel stattfand. Unter dem Tagungsmotto "Rehabilitation: Zwischen Bewegungstherapie und Behindertensport" widmete sich die Tagung aktuellen gesundheitspolitischen, bewegungstherapeutischen und behinderungsspezifischen Aspekten. In sechs Arbeitskreisen, einer Podiumsdiskussion und einer tagungsbegleitenden Ausstellung konnten sich 100 Wissenschaftler, Physiotherapeuten, Trainer und Vertreter von Verbänden und Krankenkassen informieren, miteinander diskutieren und neue Erkenntnisse sammeln. Mit dem nun vorliegenden Tagungsband und dessen Beiträgen möchten die Herausgeber allen am Thema interessierten Personen die Möglichkeit geben, die Erkenntnisse und Entwicklung der Jahrestagung nachvollziehen zu können.

Manfred Grosser, Stephan Starischka & Elke Zimmermann: Das neue Konditionstraining. Sportwissenschaftliche Grundlagen, Leistungssteuerung und Trainingsmethoden, Übungen und Trainingsprogramme. (blv Sportwissen). 10., neu bearb. Aufl. München: BLV 2008, 248 S., ISBN 978-3-8354-0346-8, 19,95 EUR

Ob Freizeitsport oder Leistungssport, ob Sport mit Kindern oder Senioren, ob Sport zur Prävention oder Rehabilitation - für alles gibt es eine gemeinsame Grundlage: die Kondition. Sie ist die Summe der körperlichen Fähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Gelenkigkeit. Genau mit diesen Fähigkeiten beschäftigt sich der Band. Auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse ist dieses Buch so konzipiert, dass es nahezu auf alle Sportarten und Leistungsebenen angewandt werden kann. Biologische Grundlagen zu den Themen Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer oder Beweglichkeit werden ebenso behandelt wie Erscheinungsformen und Trainingsmethoden mit zahlreichen Beispielen. Die Programme sind maßgeschneidert für alle Trainingsanspräche: Freizeit- wie Leistungssportler finden hier ihr passendes Trainingsprogramm - sportwissenschaftlich fundiert und vor allem praxistauglich. Ein eigenes Kapitel widmet sich dem Themenbereich Schulung konditioneller Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Anspruchsvoll und doch verständlich geschrieben, empfiehlt sich der umfassende Band jedem Leistungssportler, Trainer, Übungsleiter und Lehrer ebenso wie dem Freizeitsportler oder Schüler und Studenten.

Jürgen Leirich, Hans-Günther Bernstein & Ingrid Gwizdek: Turnen an Geräten. Strukturelle Systematik, Terminologie - Boden und Sprung. (Praxisideen, 29). Schorndorf: Hofmann 2007, 168 S.,
ISBN 978-3-7780-0291-9, 16,90 EUR

Dieses Buch widmet sich den theoretischen, methodischen und praktischen Grundlagen. Im Turnen können vielfältige Bewegungs- und Körpererfahrungen gesammelt werden, die das Erlernen von Fertigkeiten im Gerätturnen aber auch in anderen Sportarten vorbereiten und erleichtern. In der Schule, aber auch in anderen Anwendungsbereichen des Freizeit- und Breitensports, werden zunehmend wieder Inhalte, Geräte sowie Übungs- und Organisationsformen des so genannten "Alternativen Turnens" - also nicht des formgebundenen und traditionellen Gerätturnens - angewendet. Der Band enthält dazu viele, anschaulich dargestellte Anregungen für alle Altersgruppen, eben Praxisideen.

Jürgen Schiffer: Fußball als Kulturgut. Eine kommentierte Bibliografie. Teil III. Unter besonderer Berücksichtigung der Publikationen und Materialien zur FIFA WM 2006TM (Wissenschaftliche Berichte und Materialien des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, 13/2007). Köln: Sportverlag Strauß 2007,
856 S. + 1 CD, ISBN 978-3-939390-70-1, 49,80 EUR

Die Besonderheit des vorliegenden dritten Teils der Bibliografie Fußball als Kulturgut liegt in der Dokumentation der Literatur mit unmittelbarem Bezug zur FIFA WM 2006TM in Deutschland sowie der diesbezüglichen Publikationen und Materialien der Bundesregierung, der FIFA, des DFB und des OK. Insgesamt umfasst der dritte Teil ca. 1.080 Dokumente, die zum größten Teil aus den Jahren 2006 und 2007 stammen. Aber auch ältere Dokumente wurden aufgenommen, um Lücken der ersten beiden Bände zu schließen. Insgesamt werden in den drei Teilen der Bibliografie ca. 3.440 Publikationen zu im weitesten Sinne kulturwissenschaftlichen Aspekten des Fußballs dokumentiert. Wie die ersten beiden Bände schöpft auch dieser dritte Band aus den Beständen der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften Köln (insbesondere von den Neuerwerbungen) und nutzt darüber hinaus die in der sportwissenschaftlichen Literaturdatenbank SPOLIT und dem Fachinformationsführer des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (Bonn) sowie in der Literaturdatenbank SPORT Discus des Sport Information Resource Centre (Ottawa, Kanada) nachgewiesenen Dokumente. Ein besonderer Service dieses abschließenden Teilbandes der Bibliografie ist die beigefügte CD-Rom, die - jeweils im PDF-Format - neben den drei Bänden der Bibliografie sowie einem Gesamtautorenverzeichnis weitere Materialien enthält (diverse Berichte der Bundesregierung zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006, das Nationale Sicherheitskonzept FIFA WM 2006, den Legacy Report des Umweltprogramms "Green Goal" des OK FIFA WM 2006, die vom Informationszentrum Sozialwissenschaften bearbeitete Bibliografie "Fußballweltmeisterschaft 2006 - Sozialwissenschaftliche Aspekte").

Joachim C. Lang: Corporate Governance der Fußballunternehmen. Leitung, Überwachung und Interessen im Sportmanagement (KulturKommerz, 15). Berlin: Erich Schmidt 2008, 342 S.,
ISBN 978-3-503-10650-9, 49,95 EUR

Die Führung von Fußballunternehmen ist alles andere als eine Spielwiese für Möchtegern-Manager. Was aber sind die Grundpfeiler einer wirksamen Management-Kontrolle im Profifußball? Der Autor zeigt ein umfassendes Corporate-Governance-Konzept für Fußballunternehmen auf - mit allen wichtigen Grundlagen für eine nachhaltig professionelle Leitung und Überwachung. Ein praxisorientiertes Werk zur Gestaltung und Beurteilung von Führungsstrukturen im Profifußball.

Heike Tiemann, Sigrun Schulz & Erika Schmidt-Gotz (Hrsg.): International Inklusiv Interdisziplinär. Perspektiven einer zeitgemäßen Sportwissenschaft. Schorndorf: Hofmann 2007, 366 S., ISBN 978-3-7780-6180-0, 28,00 EUR

International, inklusiv und interdisziplinär - diese Charakteristika kennzeichnen Entwicklungen, die in der Sportwissenschaft immer stärker an Bedeutung gewinnen. Der Tendenz Rechnung tragend, geben die genannten Begriffe den inhaltlichen Rahmen des Buches, einer Festschrift für die Berliner Sportwissenschaftlerin Gudrun Doll-Tepper anlässlich ihres 60. Geburtstages, vor. Renommierte Experten und Expertinnen des Sports aus vier Kontinenten tragen mit ihren Beiträgen zu den Themen "Entwicklungen im internationalen Sport", "Vielfaltsdimensionen im Sport" und "Interdisziplinäre Perspektiven" eindrücklich zur derzeitigen Diskussion bei.

Jörn Winkler & Jürgen Wicharz: Das CORE-Training für einen starken Rücken. München: BLV 2008, 160 S., ISBN 978-3-8354-
0290-4, 14,95?EUR

Der Core-Trainingsansatz ist auch und vor allem für die Problemzone Rücken geeignet. Im Mittelpunkt stehen zwar Übungen, doch der Anspruch des Programms geht weit darüber hinaus: Es soll die Trägheit überwinden helfen und die Lust wecken an Bewegung aller Art. Das Ziel: regelmäßig körperlich aktiv sein und sensibel mit dem eigenen Körper umgehen. Am Anfang steht der Fitness-TÜV, der Aufschluss gibt über Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Kraft - die vier Schwerpunkte einer jeden Trainingseinheit. Das Ergebnis zeigt, in welchem Leistungsbereich der einzelne - ob körperlich untrainiert oder bereits begeisterter Sportler - beginnen kann: bei Bronze, Silber, Gold oder Platin. Je drei Monate sind für eine Stufe veranschlagt. Dann geht es ans Ausprobieren: Mit welchen Übungen fühle ich mich am wohlsten? Trainingswissenschaftlich sinnvoll sind sie alle und werden Schritt für Schritt komplexer wie anspruchsvoller. Durch die genaue Anleitung lernt jeder rasch, sich sein persönliches, Rücken kräftigendes Übungsprogramm zusammenzustellen. Wobei Lustgewinn das oberste Prinzip ist, denn Spaß haben ist im Sport schließlich ein starker Motivationsgrund. 17 Core-Regeln motivieren zusätzlich, während Kopiervorlagen für Trainingsplan und -tagebuch den Einstieg erleichtern.

Vera Martinelli: Zwischen Telemarkschwüngen und Sportkorsetts - Frauen und Skisport. Das Beispiel Schwarzwald. (Schriftenreihe des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg, 10). Schorndorf: Hofmann 2008, 188 S., ISBN 978-3-7780-3130-8, 19,90 EUR

Wer kennt sie nicht - die Fotos von fröhlich lachenden Frauen auf Skiern? Doch welche Frauen liefen Ende des 19. Jahrhunderts Ski? Und was sagten die männlichen Skiläufer dazu? Am Beispiel des Schwarzwalds, einem der ersten deutschen Wintersportgebiete, geht der vorliegende Band diesen und weiteren Fragen nach. Die Quellen und Belege für die Anfänge des Frauenskilaufs sind spärlich, doch die Autorin stellt die Entwicklung des Frauenskilaufs dar, von den Anfängen um 1890 bis zum Ende der Weimarer Republik. Der Titel stellt nicht nur Fakten zusammen, sondern untersucht auch den Diskurs dieser Zeit über den Frauenskilauf.

Ingrid Bach (Red.): Skilauf und Snowboard in Lehre und Forschung (18). (Schriftenreihe der ASH, 18). Hamburg: Czwalina 2008, 92 S., ISBN 978-3-88020-497-3, 12,00 EUR

Der vorliegende Band 18 der ASH-Reihe umfasst mit den einzelnen Beiträgen ein breites und vielfältiges Themenspektrum und ist somit ein Spiegel der Vielfalt der mit dem Schneesport verbundenen Probleme bzw. der breit angelegten wissenschaftlichen Diskussion der Arbeitsgemeinschaft für Schneesport an Hochschulen (ASH). So stellen Stefan Künzell, Birgit Szymanski und Reiner Theis in ihrem Beitrag die im ASH-Seminar 2006 geführte Diskussion der Arbeitsgruppe Schneesport und Sportpädagogik zusammenfassend dar. Klaus Willimczik widmet sich in seinem Beitrag bewegungswissenschaftlichen Aspekten und führt damit die bereits in ASH-Band 17 geführte Diskussion weiter. Zwei andere Beiträge befassen sich mit didaktischen Überlegungen zum Skiunterricht in der Schule (Hans Hermann Enzinger) und mit dem Problem der didaktischen Begründung und Verortung des Faches Schneesport im modularen System der neuen Hochschul-Studiengänge (Reinhard Thierer). In die Diskussion um die Möglichkeiten des Alpinen Skilaufs mit Endoprothesen führt der Beitrag der Arbeitsgruppe von Bach et al. ein, in dem theoretischen Positionen aus Sportmedizin und Bewegungswissenschaft mit der praktischen Erfahrungsebene verknüpft werden. In einem weiteren Beitrag (Anne Gereke) wird der neue Skilehrplan Praxis des DVS analysiert.

Ulrich Hartmann, Margot Niessen & Peter Spitzenpfeil (Hrsg.): Ausdauer und Ausdauertraining. Symposiumsbericht München 2003 (Wissenschaftliche Berichte und Materialien des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, 14/2007). Köln: Sportverlag Strauß 2007, 304 S., ISBN 978-3-939390-71-8, 36,00 EUR

Der hier vorliegende Berichtsband gibt die Beiträge und wesentlichen Inhalte des 8. Symposiums der dvs-Sektion Trainingswissenschaft wider, das im Juni 2003 an Fakultät für Sportwissenschaft der Technischen Universität München (TUM) stattfand. Aufgrund des interessanten Themas mit Bezug zum Leistungssport, den Überschneidungsbereichen von Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit sowie den damit verbundenen Anpassungsmechanismen hatten über 300 Teilnehmer/innen aus Deutschland, Luxemburg, Mexiko, Niederlande, Österreich, Schweiz und Tschechien an dem Symposium teilgenommen. Das Symposium hatte zum Ziel sportbiologische, trainingswissenschaftliche, trainingsmethodische sowie trainingspraktische Aspekte im Kontext von Ausdauer und Ausdauertraining zu diskutieren. Die Vielzahl eingereichter und kompetenter Beiträge zeigt das erhebliche Interesse an diesem Thema; zahlreiche Vertreter wissenschaftlicher Einrichtungen, der Olympiastützpunkte, nationaler Sportverbände sowie auch internationaler Institutionen waren zum Symposium anwesend.

Amiena Zylla & Wolfgang Mießner: Yoga Quickies. Kurze Übungen für den Alltag. München: BLV 2008, 96 S., ISBN 978-3-8354-0309-3, 10,95 EUR

Yoga ist mehr. Mehr als eine Vielzahl an Übungen. Es ist eine der ältesten Lehren vom Leben, ein ganzheitlicher Übungsweg - ein Lebensweg also. Wer ihn gehen will, muss ihn in seinem Alltag verankern. Und das ist gar nicht so schwer. Wie leicht es geht, zeigen die Autoren im vorliegenden Buch. Aber es geht nicht darum, auf die Schnelle ein knappes Programm durchzuhecheln, sondern jeden Tag einige Minuten innezuhalten, um sich ganz und gar auf Yoga - und damit auf sich selbst - zu konzentrieren. Die Übungen, die im Mittelpunkt des Buches stehen, verhelfen zu dieser Muse, aber auch zu achtsamen Denken, Empfinden und bewusstem Handeln: sie werden jeweils mit einer Version für zu Hause und einer für unterwegs gezeigt. Sie sind gut bebildert und mit Texten zu Wirkungsweise, Ausführung wie gedanklicher Ausrichtung versehen. Leicht findet so jeder die Übung, die für ihn gerade die beste ist - sei es vor einer Prüfung, bei Müdigkeit oder Unruhe vor dem Einschlafen. Eingeteilt sind sie in Körper-, Atem- und Entspannungsübungen. Wer allein eine einzige davon regelmäßig macht, spürt rasch positive Effekte, so die Erfahrung der Autoren.

Dieter Grabbe: Rücken Quickies - das Schnellprogramm. Dehnen, Mobilisieren, Kräftigen, Entspannen. München: BLV 2008, 96 S.,
ISBN 978-3-8354-0308-6, 10,95 EUR

In diesem Buch wird ein individuell gestaltbares Trainingskonzept vorgestellt, mit dessen einfachen, aber effizienten Übungen jede/r Rückenschmerzen lindern oder vorbeugen kann. Jeder Rücken Quickie basiert auf zwei Phasen: der beginnenden, zeitlupenartigen Bewegung (Slow Motion), danach statische Anspannung der Muskeln (Isometrik). Gleichzeitig mobilisiert das bewusste und einfühlsame Training die mentalen Kräfte. Alle Rücken Quickies sind kurz, einfach und unkompliziert gehalten. So werden sie rasch zur Gewohnheit, geben den Muskeln die nötigen Wachstumsreize und wirken damit höchst effektiv - egal ob man unsportlich oder gut durchtrainiert ist. Die Übungen können in den persönlichen Alltag integriert werden, denn es ist für einen schmerzfreien, starken Rücken ohne Verspannungen gesünder, wenn man ihm mehrfach am Tag bewusst Gutes tut, als ihn alle paar Wochen mit einem stundenlangen Programm zu trainieren. Die Auswahl bietet Rücken Quickies für Nacken und Schultern sowie für den Rücken; zehn weitere Übungen komplettieren den Kanon durch Dehnen und Stabilisieren. Drei Kurzprogramme für Eilige, für Basic-Übungen und speziell bei Rückenschmerzen ergänzen den Kern des Buches. Jede einzelne Übung ist gut bebildert, mit besonderen Tipps versehen und leicht nachzuvollziehen. Allem vorangestellt ist eine informative Einführung in die menschliche Anatomie, die häufigsten Beschwerden und darüber, was die Seele mit dem Rücken verbindet.

Stefan Schönthaler, Christina Haack & Holger Hofmann: DAS BodyPROGRAMM. Die besten Übungen für Kraft, Spiel, Beweglichkeit und Entspannung. Version 2.0 (CD-ROM). Schorndorf: Hofmann 2008, ISBN 978-3-7780-2001-2, 29,00 EUR

Das BodyPROGRAMM für ihren PC (Systemvoraussetzungen: Microsoft Windows 98, 2000, XP, Vista): Stellen Sie aus über 350 Übungen und Bildern Ihre ganz persönliche Sammlung zusammen. Sümtliche Übungen und Sammlungen lassen sich abspeichern und ausdrucken. Lassen Sie sich von über 320 Videos zu den einzelnen Übungen anleiten. Ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Muskelpartien können per Mausklick abgerufen werden. Mit dem überarbeiteten Programm können Sie jetzt zusätzlich eigene Videos, Bilder und Texte in die Übungssammlung einfügen. Werden Sie Ihr eigener Fitnesstrainer.

Andreas Pohlmann (Hrsg.): Spitzensport und Staat. Eine Standortbestimmung vor Peking 2008. Symposiumsbericht Köln 2007 (Wissenschaftliche Berichte und Materialien des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, 15/2007). Köln: Sportverlag Strauß 2007, 140 S., ISBN 978-3-939390-46-6, 24,50 EUR

Vor den Olympischen Sommerspielen in Peking sind die Diskussionen um die Beziehung zwischen Spitzensport auf der einen und der öffentlichen Hand auf der anderen Seite in vielfältiger Hinsicht aktueller als jemals zuvor. Wie komplex das Beziehungsgeflecht von Spitzensport und Staat ist, zeigen die soziologisch und ökonomisch ausgerichteten Beiträge der Referenten eines Symposiums, das zu Ehren der Verabschiedung von Prof. Dr. h.c. Georg Anders in Köln stattfand, und die die Fragestellung aus unterschiedlichen Perspektiven bearbeitet haben: "Sporthelden - Zur Soziologie sozialer Prominenz" (Karl-Heinrich Bette), "Spitzensportförderung in Deutschland - Bestandsaufnahme und Perspektiven" (Eike Emrich), "Signalling - wie der chinesische Staat den Spitzensport nutzt" (Holger Preuß), "Die Bedeutung öffentlicher Sportförderung für den vereinsorganisierten Leistungs- und Spitzensport" (Christoph Breuer), "Staatliche Spitzensportförderung im internationalen Vergleich - Modelle für Deutschland?" (Helmut Digel) und "Der Spitzensport der Zuschauer: Give the people what they want!" (Uwe Schimank).

Gabi Langen: Sport- und Freizeitpolitik in Köln 1945-1975. (Studien zur Sportgeschichte, 7). Sankt Augustin: Academia 2007, 280 S., ISBN 978-3-89665-419-9, 29,50 EUR

Der Sport hat seit Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr öffentliche Funktionen übernommen, wodurch er funktionale Bedeutung für das politisch-administrative System gewonnen hat. Veränderungen an der Grenze zwischen staatlichem Kompetenzbereich und bürgerlicher Freiheit fanden vor allem im gemeindlichen Aufgabenfeld statt. Die vorliegende Untersuchung über das Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung der Stadt Köln und den lokalen Sportorganisationen bzw. der unorganisiert sporttreibenden Bevölkerung gibt Aufschluss über die erkennbaren politischen Ziele, Realisierungsstrategien, Machtpotentiale, Konflikte und Problemlösungsprozesse für den Zeitraum zwischen 1945 und 1975. Die zugrunde liegenden Fragestellungen berücksichtigen sowohl institutionelle (Wer waren die Beteiligten in der Stadtverwaltung, dem Rat, der sportlichen Selbstverwaltung?) als auch inhaltliche (Sind Unterschiede der herrschenden Parteien erkennbar? Welche Themen beherrschten die öffentliche Diskussion?) und verfahrensbezogene (Wie entstanden den Sport betreffende Entscheidungen? Wie groß war der Einfluss der Vereine?) Aspekte sportpolitischen Handelns. Inwieweit Politik und/oder Stadtverwaltung den Handlungsspielraum festlegten und, ob und wie Sportorganisationen bzw. die sporttreibende Bevölkerung Druck auf die Politik ausübten sind dabei weitere zentrale Fragen. Im ersten Teil der Darstellung werden die Rahmenbedingungen für die Kölner Sportpolitik erläutert. Neben den rechtlichen, verfassungsmäßigen Grenzen der Gemeindeordnung beeinflussen Traditionen, Parteienkultur, gesellschaftliche Bedingungen und Personen das Zustandekommen von Entscheidungen. Die Betrachtung der an den sportpolitischen Prozessen beteiligten Gremien und Personen in den Sportorganisationen, Parteien, Rat und Verwaltung steht im Zusammenhang mit der Frage nach dem eigentlichen "Machtzentrum sportpolitischen Handelns". Die Entstehung der Sportorganisationen und der städtischen Verwaltungsstellen unter dem Einfluss der britischen Militärregierung, die Gestaltung des Vereinsalltags und der Wieder- bzw. Neuaufbau der Sportinfrastruktur sowie die strukturellen und personellen Entwicklungen auf der städtischen Verwaltungsebene, der Kölner Kommunalpolitik und der Selbstverwaltung des Sports werden bis 1975 nachgezeichnet. Konkrete sportpolitische Entwicklungsprozesse werden anhand von vier Themenbereichen erörtert: Der Sportstättenbau, der städtische Haushalt, der Freizeitsport und die Sporthochschule als städtische Einrichtung.