dvs-Kommission Fußball

Geschichte


Die Kommission Fußball wurde auf der 3. Tagung der "Arbeitsgemeinschaft der Dozenten für Fußball an sportwissenschaftlichen Instituten" im November 1987 in der Sportschule des Niederrheinischen Fußball-Verbandes (NFV) in Duisburg-Wedau gegründet und auf dem 7. dvs-Hochschultag in Freiburg/Breisgau im September 1989 offiziell von der Mitgliederversammlung als Kommission der dvs bestätigt.

Die Idee zur Gründung einer Kommission Fußball geht auf eine Tagung des Deutschen Fußball-Bundes in der Sportschule Edenkoben (1982) zurück, als mehrere Vertreter des DFB, insbesondere der Vorsitzende des Lehrstabes, Gero Bisanz, den anwesenden Vertretern von Hochschulinstituten empfahl, sich organisatorisch als Dozenten an den Hochschulen eine Plattform für den Austausch von Lehre und Forschung im Fußballsport zu schaffen, um in regelmäßigen Abständen diesen Gedankenaustausch zu pflegen. Die letzte Einladung des DFB an Vertreter des Fußballsports an deutschen Hochschulen lag 16 Jahre zurück (1966).

Diese Anregung wurde von einigen Fachkollegen aufgegriffen und führte zu ersten regionalen Kontaktsitzungen, ehe 1985 ca. 20 Vertreter von deutschen Hochschulen auf Einladung von Roland Naul zu einer ersten bundesweiten Tagung der Fußballdozenten an Hochschulen an die Universität Essen kamen. Anlässlich dieser Auftaktveranstaltung wurde beschlossen, im Jahr 1986 eine zweite bundesweite Jahrestagung in der Sportschule des NFV in Duisburg-Wedau zu organisieren, für die Giselher Tiegel (Duisburg), Roland Naul (Essen) und Werner Schmidt (Vechta) verantwortlich zeichneten.

Im November 1986 wurde im Rahmen dieser zweiten Veranstaltung kontrovers diskutiert, ob sich die Vertreter der Hochschulen mehrheitlich dem "Bund Deutscher Fußball-Lehrer" (BDFL) als eine Arbeitsgruppe anschließen sollten oder ob man gemeinsam eine Kommission Fußball in der dvs bilden sollte. Eine Entscheidung wurde vertagt, um auf der nächsten, 3. Tagung der Arbeitsgemeinschaft, wiederum in Duisburg-Wedau im November 1987, zu beraten, welche Perspektive möglichst für alle als akzeptabel und von allen als perspektivenreich eingeschätzt werden könnte. Im November 1987 wurde dann eine Lösung gefunden, die beiden Interessen nach einer Theorie- und Praxis-Anbindung für den Fußballsport an Hochschulen Rechnung tragen konnte. Es wurde beschlossen, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem BDFL im Rahmen von Jahrestagungen und dem "Internationalen Trainer Kongress" (ITK) des BDFL zu intensivieren und innerhalb der dvs eine Kommission Fußball als Plattform für die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen zu gründen. Roland Naul wurde von der Versammlung beauftragt, die weiteren Schritte der Kommission Fußball mit dem Vorstand der dvs zu besprechen und für die offizielle Anerkennung der Kommission im Rahmen des nächsten Hochschultages der dvs zu sorgen.

Auf der Jahrestagung der Kommission Fußball 1989 übergab Roland Naul das Sprecheramt an Werner Schmidt (bis 1995), dessen Nachfolger Dieter Augustin und Gunnar Gerisch (bis 2005) wurden. Von 2005 bis 2010 übernahm erneut Roland Naul das Amt des Sprechers der Kommission, das er dann an Oliver Höner (2010 bis 2017) übergab.

Seit November 2005 wird der Sprecher der Kommission durch einen Sprecherrat unterstützt, der von folgenden Kommissionsmitgliedern gebildet wurde:

2005-2010
Roland Naul (Sprecher; Duisburg-Essen), Ulrich Frick (Frankfurt/Main), Gunnar Gerisch (Köln) und Gerd Thissen (Bochum)

2010-2011
Oliver Höner (Sprecher; Tübingen), Ulrich Frick (Frankfurt/Main), Gunnar Gerisch (Köln) und Gerd Thissen (Bochum)

2011-2013
Oliver Höner (Sprecher; Tübingen), Jürgen Freiwald (Wuppertal), Silke Sinning (Landau) und Gerd Thissen (Bochum)

2013-2015
Oliver Höner (Sprecher; Tübingen), Jürgen Freiwald (Wuppertal), Silke Sinning (Landau) und Gerd Thissen (Bochum)

2015-2017
Oliver Höner (Sprecher; Tübingen), Claudia Augste (Augsburg), Matthias Hoppe (Wuppertal), Heiko Lex (Rostock), Matthias Lochmann (Erlangen-Nürnberg) und Gerd Thissen (Bochum)

seit 2017
Matthias Lochmann (Sprecher; Erlangen-Nürnberg), Claudia Augste (Augsburg), Carolin Braun (Karlsruhe), Matthias Hoppe (Wuppertal), Heiko Lex (Rostock) und Daniel Link (München)