Neuerscheinungen 19 (21.05.2007)

Felix Ehrlenspiel, Jürgen Beckmann, Sabine Maier, Christian Heiss
& Denise Waldenmayer (Hrsg.): Diagnostik und Intervention –
Bridging the gap. 39. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft vom 17.-19. Mai 2007 in München (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 166). Hamburg: Czwalina 2007, 168 S., ISBN 978-3-88020-485-0, 18,50 EUR

Dieser Band enthält die Abstracts der Beiträge zur 39. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp), ausgerichtet gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft, die vom 17.-19. Mai 2007 an der Technischen Universität in München stattfand. Unter dem Motto "Diagnostik und Intervention – Bridging the gap" widmete sich die Tagung der weiteren Professionalisierung der sportpsychologischen Praxis in allen Bereichen des Sports. Im Vordergrund stand das professionelle Handeln, im Speziellen die Suche nach Regeln und Wegen, wie der nach wie vor existierende Graben zwischen Diagnostik und Intervention zu überbrücken ist. Die Beiträge stellen für unterschiedliche Anwendungsbereiche die Entwicklung und den Einsatz diagnostischer Verfahren der Sportpsychologie dar und sie präsentieren Interventionsverfahren und deren Evaluation. Darüber hinaus werden aktuelle Forschungsarbeiten unter anderem aus den Bereichen Neuropsychologie, Kognition und Motorik, Handlungsregulation und der Gesundheitspsychologie vorgestellt.

Manfred Grosser & Thomas Renner: Schnelligkeitstraining. Grundlagen, Methoden, Leistungssteuerung, Programme für alle Sportarten (BLV Sportwissen). 2., neu bearb. Auflage München:
BLV 2007, 184 S., ISBN 978-3-8354-0158-7, 19,95 EUR

In vielen Wettkämpfen und Turnieren entscheidet Schnelligkeit über Sieg oder Niederlage. Wie man sie für jede Sportart gezielt trainiert, zeigen die Autoren in diesem Buch. Sie verbinden dabei neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit jahrelanger praktischer Erfahrung. Denn egal ob beim Handball, Tischtennis, Judo oder beim Ausdauersport - immer sind bestimmte Formen der Schnelligkeit entscheidend für den Erfolg. Die Autoren vermitteln zunächst anschaulich die Theorie zu den verschiedenen Schnelligkeitsformen mit ihren genetischen, psychischen, neuronalen, muskulären und energetischen Einflussgrößen. Sie beschreiben in der Folge die Trainingsmethoden und -inhalte für diese Schnelligkeitsformen - von der Reaktions- und Sequenz- über die Frequenz- und Kraftschnelligkeit bis hin zur Schnelligkeitsausdauer - und erklären die Grundbegriffe sowie die wesentlichen Prinzipien des Schnelligkeitstrainings. Exemplarisch am 100-m-Lauf machen die Autoren deutlich, wie die Trainings- und Leistungssteuerung funktioniert. Periodisierte Trainingsprogramme, speziell zugeschnitten auf verschiedene Sportarten und Anwendungsgebiete samt eigenen Programmen für Kinder und Jugendliche bieten optimale Hilfestellung für die Vorbereitung des Trainings. Das vorliegende Lehrbuch ist mit seiner theoretischen Aufbereitung des Themas und dem klaren Praxisbezug eine Fundgrube an Wissen für Trainer, Sportstudenten und alle Sportler, die ihre Schnelligkeit verbessern wollen.

Guido Kellermann: Lebenswelten von Amateurfußballspielern. Theoretische Reflexionen und empirische Analyse. (Edition Global-lokale Sportkultur, 21). Münster: Waxmann 2007, 310 S.,
ISBN 978-3-8309-1708-3, 34,90 EUR

Obwohl der organisierte Amateurfußball eines der populärsten Sozialphänomene unserer Gesellschaft ist, liegen wissenschaftliche Erkenntnisse über Praxis und Akteure dieser Alltagskultur bislang nur in Ansätzen vor. Diese Arbeit richtet den Fokus auf die soziale Verankerung der Fußballkarrieren von Seniorenspielern, in deren Lebensführung das Fußballhobby als identitätsstiftendes Element eine bedeutende Rolle spielt. Dabei werden auf Basis einer empirischen Analyse Zusammenhänge zwischen den Sozialisationsbedingungen, dem sozialen Hintergrund sowie dem Lebensstil der Spieler auf der einen und dem sportlichen Leistungsniveau auf der anderen Seite aufgedeckt. Daran anknüpfend lassen sich jeweils bestimmte Sozialtypen und Karrieremuster auf unterschiedlichen Leistungsebenen des Amateurfußballs verorten und einige Mythen um die Sozialfigur des Fußballers einer kritischen Prüfung unterziehen.

Martin-Peter Büch, Wolfgang Maennig & Hans-Jürgen Schulke (Hrsg.): Der Sportzuschauer als Konsument: Gast, Mitspieler, Manipulierter? (Wissenschaftliche Berichte und Materalien, 2006/10). Köln: Sportverlag Strauß 2006, 156 S.,
ISBN 978-3-939390-89-3, 12,00 EUR

Der Zuschauer bestimmt in zunehmendem Maße den Stellenwert von Sportveranstaltungen. In der Deutschen Fußball-Liga rekrutieren z.B. die Vereine rund ein Drittel ihrer Gesamteinnahmen durch Stadionbesucher. Sind die Stadien ausverkauft, steigt nicht nur die Nachfrage der Medien und Sponsoren, sondern auch der Umsatz. Folglich es kann ohne „Mitwirkung“ der Zuschauer keine wirtschaftlich erfolgreichen Sportveranstaltungen geben. Im Vergleich zu früherer Zeiten nimmt damit der Zuschauer eine zentrale Rolle bei der Entwicklung „sportliche Wertschöpfungen“ ein. Ausgehend von diesen Überlegungen befassen sich die Autoren (u.a. Hans-Jürgen Schulke, Gertrud Pfister, Kathrin Platz, Florian Schwarthoff, Herbert Woratschek & Guido Schafmeister) des vorliegenden Forschungsbands u.a. mit folgenden Themen: Sportberichterstattung, Fernsehkonsum, TV-Übertragungsrechte, Zuschauerkulturen im historischen Wandel, Gewinnung und Bindung von Zuschauern, Stadionarchitektur und Stadtentwicklung.

Tobias Pilz: Der Einfluss der Philanthropen auf die Turnbewegung von Friedrich Ludwig Jahn (Sportwissenschaft und Sportpraxis, 148). Hamburg: Czwalina 2007, 88 S., ISBN 978-3-88020-486-7,
12,00 EUR

Das vorliegende Buch widmet sich der Frage, welche historische Bedeutung der "Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn eigentlich hatte und auf welche Gedankenkonstrukte er zurückgreifen konnte. Der Autor zeigt auf, welchen Einfluss die Philanthropen um GutsMuths auf Jahn und seine Arbeiten hatten. Wer waren diese Philanthropen, wie lauteten ihre Ziele und auf welche Vordenker konnten sie ihrerseits zurückgreifen? Diesen Fragen wird einleitend nachgegangen und ein Einblick in die Praxis und die Weiterentwicklung der philanthropischen Leibesübungen gewährt. Der zweite Teil des Buches ist dem Leben und Wirken Friedrich Ludwig Jahns und der frühen Turnbewegung gewidmet. Die Frage, ob es einen Einfluss der Philanthropen auf Jahns Turnbewegung gab, wird abschließend anhand des literarischen Vergleichs zwischen GutsMuths "Gymnastik" und der "Turnkunst" von Jahn angegangen. Für diesen Vergleich werden die Aspekte Systematische Einteilung der Übungen, Errichtung eines Turnplatzes, Ziele der Gymnastik/des Turnens und die Lehrerrolle eingehender betrachtet.

Walter Bucher (Hrsg. & Red.). 777 Spiel- und Übungsformen für Anfänger in Schule, Verein und Freizeit. Schorndorf: Hofmann 2007, 264 S. + CD-ROM, ISBN 978-3-7780-2241-2, 21,90 EUR

Welches Buch eignet sich am besten für Unterrichtende in Schule und Verein, die nur ab und zu einige Lektionen Fußball erteilen, nur zwei- bis dreimal Handball unterrichten, eine Einführung ins Tennis wagen möchten, zwischendurch mal Schwimmunterricht erteilen oder sogar einmal eine Schnupperlektion Golf anbieten möchten? Für dieses Zielpublikum wurde das vorliegende Buch mit gezielt ausgewählten Beispielen für den Anfangsunterricht konzipiert. Es macht Mut, den Einstieg in zwar bekannte aber vielleicht noch wenig vertraute Bewegungs-, Spiel- und Sportarten zu wagen. Praxisnahe didaktische Tipps zu jedem der 23 Themenbereiche bauen anfängliche Hemmschwellen ab. Ein "Kleines ABC der Sportdidaktik" gibt einen guten Überblick zu wichtigen Aspekten zum Planen, Durchführen und Auswerten von Sportunterricht. Die beiliegende CD enthält neben anderen interessanten Hinweisen einen Film zum Thema "Lehren und Lernen – leicht gemacht".

Cornelia Bleul-Gohlke: Wassergymnastik. Fitness und Gesundheit im Wasser. (Praxisbücher Sport). 3. Aufl. Wiebelsheim: Limpert 2007, 128 S., ISBN 978-3-7853-1729-7, 14,95 EUR

Wassergymnastik ist mehr als nur Gymnastik im Wasser. Längst hat sie dank ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten die engen Grenzen der reinen Bewegungstherapie und Funktionsgymnastik gesprengt und sich z.B. auch als eine Form des Fitnesstrainings etabliert. Dieses Buch führt zunächst in die Grundprinzipien und Ziele der Wassergymnastik ein. Es erläutert zudem, worauf Übungsleiter bei der Planung, Organisation und Gestaltung ihrer Kurse achten müssen. Im Mittelpunkt stehen aber die konkreten Übungsprogramme und Stundenbilder. Diese sind differenziert nach bestimmten Zielsetzungen wie Kräftigung, Dehnung und Entspannung, nach Einsatzmöglichkeiten wie Prävention und Rehabilitation, Training, Schwimmunterricht sowie nach den Zielgruppen Senioren, Kinder und Jugendliche, Leistungssportler und Schwangere. Zusätzlich präsentiert die Autorin Übungen mit Hilfsmitteln wie Handtuch, Schaumstoffhantel, Poolnudel usw. Ein eigenes Kapitel ist der Wassergymnastik im Tiefwasser gewidmet. Das Buch ist ein Praxisbuch für Übungsleiter, eignet sich dank der ausgezeichneten Bebilderung aber auch für Einzelpersonen.

Norbert Düwel: Dribbeln, Passen, Schießen – Profitipps für Kids. München: BLV 2007, 120 S., ISBN 978-3-8354-0131-0, 15,95 EUR

Das vorliegende Buch steckt voller Spaß und Informationen für alle begeisterten Fußball-Kids - und Kinder- und Jugendtrainer finden eine Fülle an Ideen für eine kindgerechte Trainingsgestaltung. Stürmen, Taktieren, Tore schießen, Spaß am Spiel und im Team - wie das alles geht, erklärt der Autor in diesem Buch und wird dabei unterstützt von den Comicfiguren Nicola und Nico, die am liebsten Fußball spielen und deshalb gute Tipps und Hinweise geben können. Zunächst erfährt man alles über die Entstehung des Fußballspiels und seine Regeln. Dann zeigt der Autor, was unbedingt in die Sporttasche gehört, von den passenden Fußballschuhen über Schienbeinschoner bis zum Duschzeug. Technik-, Taktik- und Konditionstraining werden kindgerecht aufbereitet und mit präzisen Fotoserien illustriert. Es geht um das Stoßen, Dribbeln und Fintieren, um Kopfball und Torschuss sowie die Ballkontrolle. Der Autor erklärt verschiedene Taktikarten und Spielsysteme, und gibt Anregungen für das Konditionstraining. Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination - hier heißt es üben, üben und nochmals üben. Ergänzende Themenspecials informieren über den Jugendfußball in Deutschland, den langen Weg zum Fußballprofi, über Europapokal, die Champions League und stellen Fußballer-Legenden vor. Dazu zeigen jede Menge Spielszenen, was die großen Fußballstars drauf haben.

Volker Scheid (Hrsg.): Sport und Bewegung vermitteln. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportpädagogik vom 15.-17. Juni 2006 in Kassel (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 165). Hamburg: Czwalina 2007, 360 S.,
ISBN 978-3-88020-484-3, 32,50 EUR

Die Jahrestagung 2006 der dvs-Sektion Sportpädagogik wurde vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Kassel in der Reinhardswaldschule, einer Bildungsstätte des Landes Hessen, ausgerichtet. Mit dem Tagungsthema "Sport und Bewegung vermitteln" wurde die aktuelle fachdidaktische Diskussion aufgegriffen. Die im vorliegenden Bericht dokumentierten 80 Beiträge zeigen, dass die Vermittlungsthematik in der Sportpädagogik gegenwärtig als interessantes und diskussionswürdiges Thema angesehen wird, sowohl auf der theoretisch konzeptionellen als auch der empirisch analytischen Ebene. Das Inhaltsspektrum reicht dabei vom Sportunterricht und Schulsport (u.a. Vermittlungsprinzipien, Kooperatives Lernen, Vermittlung in der gymnasialen Oberstufe, Bewegte Schule) über den Einsatz neuer Medien (Sport multimedial vermitteln, eLearning) und die Verbindung von Theorie und Praxis in der Sportlehrerausbildung bis hin zur Qualitätsentwicklung im Nachwuchsleistungssport.

Gerhard Lehmann, Lothar Kalb, Norbert Rogalski, Detlev Schröter
& Günther Wonneberger (Hrsg.): Deutsche Hochschule für Körperkultur Leipzig 1950-1990. Entwicklung, Funktion, Arbeitsweise. Aachen: Meyer & Meyer 2007, 488 S.,
ISBN 978-3-89899-286-2, 29,95 EUR

In diesem Sammelband berichten 29 ehemalige Hochschullehrer der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) in Leipzig, die 1990 abgewickelt wurde, als Zeitzeugen in rund 40 Beiträgen über die Entwicklung, Funktion und Arbeitsweise dieser einstigen international anerkannten Hochschule des Sports. In einem ersten Teil wird die Entwicklung der DHfK von 1950 bis 1990 im Überblick behandelt und es werden Arbeitsbeziehungen und Ausbildungsaufgaben dargestellt. In einem zweiten Teil des Sammelbands werden Schwerpunktaufgaben der DHfK in Lehre, Forschung und Wissenschaftsentwicklung am Beispiel einzelner Wissenschaftsdisziplinen und Forschungsprojekte dargestellt. Die Umsetzung der Grundprinzipien hochschulpolitischer und hochschulpädagogischer Arbeit (Einheit von Theorie und Praxis, Einheit von Bildung und Erziehung, Einheit von Lehre und Forschung) wird exemplarisch erläutert. Während der 40 Jahre des Bestehens der DHfK absolvierten ca. 19.000 Studenten und Graduierte die unterschiedlichen Studien-, Lehrgangs- und Weiterbildungsformen der Hochschule. Ausgebildet wurden Lehr- und Leitungskader für die Bereiche Volks-/Freizeit- und Erholungssport, Leistungs- und Schulsport sowie Militärische Körperertüchtigung im Direkt- und Fernstudium. Ab 1969 wurden die Trainer und Funktionäre des Leistungssports der DDR jeweils einmal pro Olympiazyklus weitergebildet. Ca. 650 Fachärzte für Sportmedizin erhielten an der DHfK ihre sportwissenschaftliche Ausbildung. Mehr als 2400 ausländische Studierende aus 94 Ländern absolvierten die DHfK.

Helmut Digel, Verena Burk & Marcel Fahrner: Die Organisation des Hochleistungssports – ein internationaler Vergleich. (Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, 115). Schorndorf: Hofmann 2007, 704 S., ISBN 978-3-7780-0915-4, 49,90 EUR

Im vergangenen Jahrhundert hat sich der moderne Sport zu einem der bedeutsamsten Kommunikationsmedien in unserer Welt entwickelt. "Global" ist dabei jener Begriff, mit dem sich die Reichweite der kulturellen Bedeutung des Hochleistungssports am treffendsten kennzeichnen lässt. Der Sport ist somit ohne Zweifel herausragendes Merkmal einer globalisierten Welt. Doch diese Welt ist nur selten von Gerechtigkeit, Offenheit und Klarheit geprägt. Die reichen Nationen sind in der Regel die sportlich erfolgreichen Nationen, und von Chancengleichheit kann heute gerade in der Welt des Hochleistungssports nur im Ausnahmefall die Rede sein. Deshalb muss es auch ein Anliegen aller Verantwortlichen in den Organisationen des Sports sein, sich um faire Strukturen und Verhältnisse zu bemühen, auf deren Grundlage sportliche Wettkämpfe stattfinden. Mit dem Bericht über das Forschungsprojekt "Die Organisation des Hochleistungssports – ein internationaler Vergleich" soll jenen, die sich um solche Belange bemühen und über ausreichende fachliche Kompetenz verfügen, eine Hilfe bereitgestellt werden. Grundlage ist dabei ein Blick auf den Sport in nationalen Systemen aus ressourcentheoretischer Perspektive.

Petra Regelin: Hanteltraining nur für Frauen. München: BLV 2007,
96 S., ISBN 978-3-8354-0179-2, 10,95 EUR

Frauen haben andere Trainingsziele als Männer. Sie wollen meist keine Bodybuilder-Muskeln, sondern straffe Konturen, festes Gewebe und einen gesunden Körper, in dem sie sich wohl fühlen. Damit es ihnen leichter fällt, diese Ziele zu erreichen, hat die Autorin ein Hantel-Trainingsbuch speziell für Frauen zusammengestellt, das sich hervorragend sowohl für den Freizeit-, Gesundheits- und Leistungssport als auch für das Rehabilitationstraining eignet. Um den Muskeln (und der Sportlerin) möglichst große Abwechslung zu bieten, stellt die Autorin im einführenden Teil ihres Buches verschiedene Trainingstechniken vor, die sich auf alle Übungen anwenden lassen. Ob Arme und Schultern, Dekolletee, Beine, Bauch, Po oder Rücken – so wird effektives Body-Shaping mit wichtigen gesundheitlichen Aspekten verbunden. In einem gesonderten Kapitel stellt sie Pilates-Übungen vor, die ebenfalls mit Hanteln ausgeführt werden können. Jede der sanften Bewegungen wird hierbei aus der Kraft der Körpermitte eingeleitet, was eine zusätzliche Stärkung für Rücken, Bauch und Beckenboden bewirkt.

Michael Krüger & Hans Langenfeld (Hrsg.): Olympische Spiele und Turngeschichte. Beiträge aus der dvs-Sektion Sportgeschichte (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 164). Hamburg: Czwalina 2007, 184 S., ISBN 978-3-88020-483-6, 20,00 EUR

Der vorliegende Band enthält verschiedene Beiträge zur Turn- und Sportgeschichte. Sie geben Einblick in die Arbeitsschwerpunkte der Sektion Sportgeschichte in der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft. Die meisten der insgesamt 14 Beiträge in diesem Band gehen auf Vorträge zurück, die anlässlich der Jahrestagung der Sektion 2003 in Maulbronn gehalten wurden. Diese Tagung stand noch ganz im Zeichen der deutschen Olympiabewerbung 2012, die dann scheiterte. Ergänzt wird der Band durch grundlegende Arbeiten zur Turngeschichte, von Jahn bis zur preußischen Turnpolitik.

Pia-Maria Wippert: Entwicklung und Intervention in Krisensituationen bei Spitzensportlern: Aspekte zu Verlauf, Bewältigung und Gesundheit. (Wissenschaftliche Bericht und Materialien, 2007/01). Köln: Sportverlag Strauß 2007, 209 S., ISBN 978-3-939390-93-0,
24,90 EUR

Ein Karriereabbruch führt neben persönlich schmerzvollen Statusverlusten auch zu Verlusten des bisherigen Netzwerkes sowie bisher gültigen Norm- und Wertvorstellungen. Es ist ein Ereignis, das den Betroffenen zwingt, neue Lebensbereiche zu eröffnen und in eine unsichere Lebensphase überzutreten. Besonders die Situation ehemaliger Leistungssportler beim Übergang vom sportzentrierten zum alltags- und berufszentrierten Leben wird als kritisch angesehen. Es kommt zu weitreichenden Lebensveränderungen und zu übergroßen Belastungen – vor allem dann, wenn die Übergangsphase lange andauert. So zeigen sich soziale Einbußen, depressive Verstimmungen, physische wie psychische Symptome oder Erschöpfungssymptome. Dadurch kann die weitere Lebensplanung behindert und langfristig die Gesundheit geschädigt werden. Vor diesem Hintergrund ergaben sich für das hier dokumentierte Projekt folgende Zielsetzungen. In einer ersten Arbeitsphase wurde durch eine prospektive und begleitende Verfolgung eines Karriereabbruchs dessen Wirkungskraft, seinen Verlauf und die Konsequenzen auf die Biographie aus physischer, psychischer, sozialer sowie zeitlicher Sicht beschrieben. In einer zweiten Phase wurde anhand dieser Erkenntnisse ein komplexes Betreuungsprogramm auf sozialer, individueller und struktureller Ebene entwickelt, implementiert und abschließend evaluiert. Aus den Ergebnissen wird ersichtlich, dass der Unterstützungsprozess nach dem Karriereende komplex angelegt sein muss und idealerweise schon zu aktiven Zeiten im Sinne von Kompetenzerwerb und Netzwerkpflege einsetzt. Der Verlauf der nachsportiven Biographie wird in der ersten Zeit von der Trennungsart und den darauf folgenden Reaktionen beeinflusst und nicht von aktuellen Ausbildungsmodulen oder beruflichen Erfahrungen. Ein kompetenter Umgang mit den Ereignissen in dieser Zeit wirkt sich erheblich auf das spätere Leben und die weitere Leistungsfähigkeit aus. Damit bestätigt sich zum einen die Notwendigkeit eines Unterstützungsprogramms und zum anderen auch dessen Anlage als Mehrebenenmodell – Outplacement (strukturell), Intervention (individuell), Mentoring (sozial). Die Sportler, die am Programm teilgenommen haben, zeigten bei diesem ersten Programmeinsatz bereits nach sieben Monaten im Gegensatz zu nicht unterstützten Teilnehmern ein besseres physisches wie psychisches Wohlbefinden.

Petra Regelin: Gesunde Knochen und Gelenke durch Pilates. München: BLV 2007, 96 S., ISBN 978-3-8354-0180-8, 10,95 EUR

Richtig ausgeführt stärkt Pilates nicht nur die Körpermitte und den Rücken, sondern hat auch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit von Knochen und Gelenken. Gerade Ältere und Menschen mit leichten körperlichen Problemen profitieren besonders von dem sanften Gesundheitstraining. Krankheiten wie Osteoporose und Arthrose können durch Pilates höchst wirksam gelindert werden. In ihrem Buch gibt die Autorin einen umfassenden Einblick in die Grundlagen des schonenden Trainings: Sie erläutert die Grundlagen der Pilates-Methode und stellt vorbereitende Übungen zur Erlernung der Pilates-Atmung und zur richtigen Positionierung von Becken, Wirbelsäule und Schulterblättern vor. Anschließend zeigt sie die besten Übungen für Knochen und Gelenke. Jeweils zehn Top-Übungen für Knochen und Gelenke, die zu einem Programm verbunden werden können, sorgen für ein übersichtliches und angenehmes Training. Zahlreiche Grafiken und Farbfotos veranschaulichen jede einzelne Übung.