Neuerscheinungen 18 (12.04.2007)

Patric Muders: Richtig Torwarttraining. (BLV Sportpraxis Top).
3., neu bearbeitete Auflage München: BLV 2007, 128 S.,
ISBN 978-3-8354-0233-1, 12,95 EUR

Gut trainierte, vorausschauend agierende Torwarte sind entscheidend für den Ausgang eines Fußballspiels. Diese Erfahrung gilt selbstverständlich nicht nur für internationale Begegnungen, auch auf dem Bolzplatz um die Ecke oder während eines Regionalligaspieles besitzt der Keeper eine besondere Bedeutung. Wer als (angehender) Torwart hierfür professionell trainieren will oder als Trainer einer Fußballmannschaft gefordert ist, sollte einen tiefen Blick in die Neuauflage dieses Buches werfen. Nach Einführungen in die Grundlagen des Torwarttrainings und über die Persönlichkeit eines Keepers stellt der Autor hier die Techniken und Taktiken eines ganz speziellen Trainingsprogramms für Torhüter in den unterschiedlichen Spielsituationen leicht verständlich dar. Detailliert beschreibt er das Fangen und Fausten des Balls, Abstoß und Abschlag sowie das Stellungsspiel und einzelne Spielsituationen. Wann soll ein Keeper herauslaufen oder wie verhält er sich am besten in Standardsituationen und im Angriff? Fragen, die dem Leser ausführlich beantwortet werden. Schwerpunkt des Buches sind 40 komplett ausgearbeitete Trainingseinheiten, die der Verbesserung der Koordination, der Feldspielertechniken und der Strukturierung des Trainings dienen. Die Einheiten können direkt ins Training eingebaut werden. Abschließende Motivation bilden die Kurzbiografien berühmter Torhüter.

Erich Thöni, Martin-Peter Büch & Elmar Kornexl (Hrsg.): Effektivität und Effizienz öffentlicher Sportförderung (Reihe Sportökonomie, 8). Schorndorf: Hofmann 2007, 194 S., ISBN 978-3-7780-8368-0, 19,90 EUR

Der Arbeitskreis Sportökonomie e.V. hat mit den in diesem Band vorliegenden Beiträgen seiner Innsbrucker Tagung vom April 2005 für Sportverbände und Sportvereine, insbesondere aber für die öffentlichen Hände grundlegende Fragen der vielfältigen Förderung aufgegriffen, ohne die der Sport nicht auskommt. Das bedeutet aber zugleich, dass jegliche Förderung durch die öffentlichen Hände wirtschaftlich und sparsam zu erfolgen hat. Daher bot es sich an, wichtige Fragen nach der Effektivität und Effizienz staatlicher Förderung für einzelne Sportbereiche zu thematisieren, lagegerechte Diagnosen zu entwerfen und Handlungsstrategien zu entwickeln.

Petra Mommert-Jauch: Gesund mit Nordic Walking. München: BLV 2007, 96 S., ISBN 978-3-8354-0178-5, 10,95 EUR

In diesem Buch verschafft die Autorin ihren Lesern einen fundierten Überblick über die Einsatzmöglichkeiten dieser Sportart. Walken ist generell jedem zu empfehlen, gerade älteren Menschen. Bestehende Beschwerden wie Gelenkprobleme, Osteoporose, Übergewicht, Venenleiden oder Bluthochdruck sind dabei kein Hindernis - im Gegenteil: Richtig ausgeführt kann Nordic Walking diese Krankheiten lindern oder gar heilen. Die physischen und psychischen Wirkungen von Nordic Walking sind enorm: Fettpölsterchen verschwinden, Muskeln, Sehnen und Bänder werden trainiert und damit Schmerzen gemildert. Aber auch die positive Wirkung für Immunsystem und Psyche lässt nicht lange auf sich warten. Wer mit dem Walken beginnt, den erwartet eine spürbare Verbesserung seiner Lebensqualität. Damit diese Effekte rasch wie gesundheitsfördernd eintreten, gibt die Autorin dem Leser speziell auf die jeweiligen Beschwerden abgestimmte Trainingsprogramme an die Hand. Orthopädische, rheumatische und internistische Probleme werden dabei gleichermaßen berücksichtigt. Für jedes Krankheitsbild hat die Autorin eigene Ratschläge und Übungen parat - veranschaulicht durch zahlreiche Farbfotos. Schritt für Schritt werden so die Basics des gesunden Trendsports erläutert. Doch auch allgemeine Themen wie Ausrüstung, Technik und Grundlagen des Trainings kommen nicht zu kurz.

Andreas Huber: Richtig Billard. (BLV Sportpraxis Top). München: BLV 2007, 128 S., ISBN 978-3-8354-0132-7, 12,95 EUR

In diesem Buch beschreibt der Autor (Bundestrainer Andreas Huber), was Billard ausmacht und zeigt die einzelnen Techniken. Im Mittelpunkt stehen die Varianten Pool-Billard, Karambolage und Snooker. Billard ist die anspruchvollste Hand-Auge-Koordinationssportart der Welt und fordert den Spieler stark mental. Deswegen werden oftmals Parallelen zum Golf gesehen. Allerdings gibt es beim Billard mehr Autodidakten, an die sich auch dieses Buch richtet. Insbesondere für den Anstoß verwenden Top-Spieler viel Trainingszeit. Mit welchen Techniken dieser routiniert gelingt und wie sie - zum Beispiel durch "Die offene Brücke" oder den "Überpacker" - zum gewünschten Spielerfolg führen, vermittelt nicht nur die fachlich perfekte Beschreibung, sondern auch die zahlreichen, begleitenden Fotos. Ein Billardspieler überträgt seine Energie auf den Spielball nur im extrem kurzen Moment des Kontaktes zwischen Queue und Ball. Durch diesen Impuls erhält der Spielball seine Laufrichtung. So animiert der Autor, den "Stoppball" punktuell zu spielen und im Effet, der seitlichen Rotation der Kugel, zielgerichtet zu punkten. Für die passende, optimale Ausrüstung kommt ein Queue-Bauer zu Wort, der Empfehlungen für die richtige Wahl des Materials gibt.

Ina Hunger & Renate Zimmer (Hrsg.): Bewegung – Bildung – Gesundheit. Entwicklung fördern von Anfang an. Schorndorf: Hofmann 2007, 356 S., ISBN 978-3-7780-6110-7, 19,90 EUR

Das Fundament für alle weiteren Bildungsprozesse wird in der frühen Kindheit gelegt. Über Bewegung erwerben Kinder wichtige Basiskompetenzen, Bewegung ist für ihre Gesundheit und ihr psycho-physisches Wohlbefinden unersetzbar. Wie Bildung, Gesundheit und Entwicklung von Kindern begleitet und über Bewegung nachhaltig unterstützt werden können – darum geht es in vorliegendem Band. Entwicklungsprozesse werden aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet: Aus der Sicht der Entwicklungspsychologie, der Neurowissenschaft, aus pädagogischer wie aus bewegungswissenschaftlicher Sicht. Aber immer steht im Vordergrund der ganzheitliche Blick auf das Kind und seine Fähigkeit, sich über Wahrnehmung und Bewegung die Welt aktiv anzueignen. Alle Hauptvorträge und ein großer Teil der Workshops und Seminare des 5. Osnabrücker Kongresses "Bewegte Kindheit" sind hier zusammengefasst. Namhafte Autoren wie Gerald Hüther, Wassilios Fthenakis, Gisela Lück, Gerd Schäfer, Dietrich Kurz, Peter Paulus, Klaus Fischer und Peter Elflein, Ina Hunger und Renate Zimmer hielten die Hauptvorträge – sie sind in ungekürzter Fassung wiedergegeben. Aber auch viele interessante Seminarbeiträge und Ergebnisse aus Praxisworkshops sind enthalten.

Britta Jahnke & Klaus Schüle: Entstehung und Entwicklung der paralympischen Winterspiele: Örnsköldsvik 1976 bis Turin 2006. (Wissenschaftliche Berichte und Materalien, 12/2006). Köln: Sportverlag Strauß 2006, 220 S., ISBN 978-3-939390-91-6, 15,50 EUR

Im Zuge einer wachsenden globalisierten Welt erfährt auch der Leistungssport der Behinderten ein immer größeres öffentliches Interesse, insbesondere bei den Großveranstaltungen der Paralympics. Ziel der vorliegenden Publikation ist es, die wissenschaftlichen Rückstände bezüglich der Forschung über die Geschichte der Paralympics zu begleichen. Die Autoren zeigen neben gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaften Faktoren auch auf, wie der einst familiäre Wettbewerb der Behinderten (der zunehmend kommerzialisiert wird) sich zu diesen sportlichen Dimensionen entwickeln konnte. Die Untersuchung geht ein auf die Geschichte des Wintersports für Behinderte, auf den Ursprung und Entstehung sowie die Organisation der Paralympischen Winterspiele, die Austragungsorte und Wettkampfstätten, die Symbolik, die Entwicklung der Nationen- und Athletenpartizipation, die Entwicklung der vertretenen Sportarten, Regelwerk, Materialentwicklung und Hilfsmittel, Entwicklung der vertretenen Wettbewerbsklassen, Klassifizierung, Doping, Entwicklung der Medienpräsenz sowie ein Ausblick auf die Paralympischen Winterspiele in Vancouver 2010 und die Integration der Paralympics in die Olympische Bewegung einschließlich der Zusammenarbeit der Organisationen IOC und ICP.

Michael Hahn: Richtig Schwimmen. (BLV Sportpraxis Top). 10. neu bearb. Auflage München: BLV 2007, 128 S., ISBN 978-3-8354-0232-4, 12,95 EUR

Ob mit einem Sprung ins tiefe Wasser, während eines sportlichen Wettkampfes oder als regelmäßiges Fitnesstraining: Schwimmen hält gesund. Egal auf welchem Leistungsniveau man trainiert, in diesem Buch bietet der Autor allen Badefans wasserfeste Anleitungen. Er beginnt mit der Wassergewöhnung und dem Schwimmen lernen, stellt die optimale Atemtechnik, das Tauchen und Gleiten, Kraul-, Brust-, Rückenkraul- und Schmetterlingsschwimmen sowie das Starten und Wenden vor. Präzise Grafiken und ausgezeichnete Fotos zeigen die einzelnen Bewegungsabläufe jeder Technik, so dass man diese haltungsgerecht trainieren kann. Wichtige Ergänzungen hierzu bilden die Ausführungen des Autors über die positiven Auswirkungen des Schwimmens auf den gesamten Organismus wie die Vorschläge zur Planung und Durchführung des Schwimmtrainings. Für letzteres bietet er Pläne für Kinder wie Erwachsene, für wettkampf- wie gesundheitsorientiertes Trainieren an. Ideen für Spiel und Spaß im Wasser sowie Tipps für das richtige Verhalten und die Sicherheit in oder um das Schwimmbecken runden das Werk ab. Damit besitzen alle (angehenden) Schwimmer, Lehrer und Trainer einen umfassenden Ratgeber zum Schwimmen lernen oder lehren. Und wer im Wasser bereits trainierter ist, dem hilft der Band, seinen Schwimmstil zu verbessern.

Axel Horn (Hrsg.): Körperkultur. Schorndorf: Hofmann 2007, 330 S., ISBN 978-3-7780-6100-8, 24,90 EUR

Mit dem Begriff "Körperkultur" wird eine tief- und weitreichende Thematik von höchster und aktueller Relevanz aufgegriffen. Körperkultur geht jeden Einzelnen und die Gesellschaft insgesamt an. Körperkultur trifft unser Menschsein im Ganzen. Vom ersten bis zum letzten Augenblick unseres Lebens ist jede unserer Aktionen "leibhaftig"; gleichermaßen spiegelt unser Körper den Gesamtentwurf unseres Lebens wider. So ist uns unser Körper nicht nur gegeben, sondern auch aufgegeben. Das Spektrum dessen, was wir ihm in der Übernahme dieser Aufgabe alles zumuten, reicht von Formen totaler Vernachlässigung (z.B. Übergewicht, Bewegungsverweigerung, Genussmittelmissbrauch) bis zu Formen völliger Manipulation (z.B. Schlankheitswahn, Bodybuilding, chemische und medizinische Eingriffe). Körperkultur soll demgegenüber eine angemessene "Sorge" um den Körper, eine "Körper-Pflege" darstellen, die nicht nach normativen Vorgaben, sondern als je individuelle und kulturelle Leistung hervorgebracht werden muss. Dies redet jedoch nicht der Beliebigkeit das Wort, vielmehr handelt dieser Band von dem möglichen Rahmen einer Körperkultur und den mit ihr vielfach verbundenen Facetten und offenen Fragen, die es jeweils in und mit der konkreten leiblichen Existenz zu beantworten gilt.

Bernd Neumann: Laufen mit der Pulsuhr. Die optimale Trainingssteuerung. München: BLV 2007, 96 S., ISBN 978-3-8354-0123-5, 10,95 EUR

Warum die Pulsuhr neben den richtigen Schuhen das wichtigste Trainingsrequisit beim Laufen ist, erklärt der Autor in diesem Buch. Viele Laufanfänger tun zuviel des Guten, und auch alte "Laufhasen" haben manchmal wenig Gespür für ihren Körper. Ebenso wichtig ist es, im Reha-Bereich oder bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit der Pulsuhr zu laufen. Denn sie hilft, auf die persönlichen Leistungsgrenzen zu achten, und garantiert so Erfolg und Spaß beim Training. Der Autor macht klar: Laufen ist optimal für alle, die abnehmen, fit werden und gesund bleiben wollen. Vor dem Start sollte aber der aktuelle Fitnesszustand überprüft werden, ein Fitness-Check beim Arzt oder der Fitness-Check für zu Hause im Buch sorgen für einen optimalen Trainingsbeginn. Der Autor erklärt, wie die Pulsuhr funktioniert, wie man sie einsetzt, und worauf es beim Kauf der Laufschuhe zu achten gilt. Er bietet Anleitung für die richtige Lauftechnik und mit seinen Laufprogrammen sind sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene erfolgreich unterwegs. Ambitionierte, die sich an die Mittelstrecke oder an einen Marathon wagen wollen, finden hilfreiche Vorgaben für ihr individuelle Lauf- und Krafttraining. Mit Hilfe eines persönlichen Lauftagebuchs lassen sich die eigenen Fortschritte dokumentieren, Tipps für die richtige Ernährung ergänzen den Band.