Neuerscheinungen 17 (05.03.2007)

Ansgar Thiel, Heiko Meier & Hemut Digel (Hrsg.):
Der Sportlehrerberuf im Wandel. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportsoziologie in Zusammenarbeit mit den Sektionen Sportpädagogik und Sportgeschichte vom 17.-19. November 2005
in Tübingen. (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 161). Hamburg: Czwalina 2006, 324 S.,
ISBN 978-3-88020-478-2, 30,00 EUR

Die an den Sportunterricht gestellten Ansprüche sind heute so hoch wie nie zuvor. Damit verändert sich auch das Profil des Sportlehrerberufs. Sportlehrerinnen und Sportlehrer sollen heute gleichzeitig Sozialarbeiter, Bewegungstherapeuten, Psychologen und Talentförderer sein. Sie sollen die Eingliederung von Migrantenkindern fördern, Bewegungsmangelerscheinungen vorbeugen und Kinder mit Bewegungsmangelerkrankungen zum lebenslangen Sporttreiben animieren sowie den Vereinen neuen Nachwuchs zuführen. Diesem Bedarf an hoch qualifizierten Sportlehrerinnen und Sportlehrern steht jedoch zugleich eine deutliche Verschlechterung der Rahmenbedingungen des Sportlehrerhandelns gegenüber. Mit dem in diesem Spannungsverhältnis angedeuteten Wandel des Sportlehrerberufs setzt sich der vorliegende Sammelband auseinander. In ihm sind Beiträge enthalten, die die Lage des Schulsports in Deutschland, das Lehren und Intervenieren als Kernelemente pädagogischer Professionalität sowie Prozesse der Professionalisierung und der De-Professionalisierung der Sportlehrerrolle beschreiben.

Matthias Schierz, Jörg Thiele & Britta Fischer: Fallarbeit in der Trainerausbildung. Möglichkeiten und Grenzen einer pädagogischen Professionalisierung. (Wissenschaftliche Berichte und Materalien, 13/2006). Köln: Sportverlag Strauß 2006, 254 S., ISBN 978-3-939390-92-3, 18,50 EUR

Pädagogische Legitimationen stehen vor allem dann im Zentrum des Nachwuchsleistungssports, wenn die Medien die Öffentlichkeit über das vermeintiche Fehlverhalten einzelner Trainer informiert. Bereits in einer vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderten Untersuchung im Bereich des weiblichen Kunstturnens hat die Diskrepanz von Wollen und Können auf Seiten der Trainer aufgezeigt, die über wenig "ausdifferenziertes pädagogisches Wissen" verfügen und sich dementsprechend "auf den Stellenwert der selbst gewonnenen Erfahrung im Umgang mit den Aktiven berufen". Die Gründe für diese Geringschätzung von pädagogischem Wissen liegen, so das Autorenteam, "in der wenig effektiven Art der Vermittlung pädagogischen Wissens in der Trainerausbildung, wie auch der Möglichkeit, pädagogisches Wissen und situational notwendiges Handeln in angemessener Weise zu verknüpfen". So wurde in diesem Projekt versucht, im Rahmen der Trainerausbildung eine an den Bedürfnissen der Trainer orientierte Vermittlungsstrategie für pädagogisch relevante Themenstellungen in Form von Fallarbeit zu entwickeln, durchzuführen und zu evaluieren. Zunächst wird das Verhältnis der Trainer zur (Sport-)Pädagogik aus unterschiedlichen Perspektiven erörtert, "Brauchen, nutzen, bekommen Trainer Pädagogik?" Im Zuge dieser Leitfragen wird das zentrale Problem der Professionalisierung einer genaueren Analyse unterzogen sowie der Ansatz der "Fallarbeit als Vermittlungsprinzip" in den klassischen Ausbildung- und Fortbildungsprofessionen diskutiert und im Kontext der Trainerausbildung exemplarisch anhand eines Modells dargestellt. Im empirischen Teil wird das Modell der Fallarbeit in Ausbildungskontexten erprobt und evaluiert, dann die Ergebnisse der qualitativen Studie vorgestellt.

Klaus-Michael Braumann: Die Heilkraft der Bewegung. Wie körperliche Aktivität unsere Gesundheit stärkt und hilft, Krankheiten zu besiegen. München: Irisiana / Hugendubel 2006, 208 S.,
ISBN 978-3-7205-2801-6, 19,95 EUR

Dass Bewegung nicht nur fit hält, sondern auch Krankheiten vorbeugt und hilft, sie zu besiegen, zählt zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. In seinem Buch erklärt der renommierte Sportmediziner wie Bewegung den Heilungsverlauf bei Herz- und Atemwegserkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparats, Depressionen und Angststörungen und sogar Krebs unterstützen kann. Er verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Bewegung und Gesundheit und zeigt, dass Bewegungstherapie eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von verschiedensten Krankheiten spielen kann. Bewegung ist wichtig für den Energiekreislauf des Körpers, Bewegungsmangel sogar die Ursache für viele Krankheiten wie beispielsweise Stoffwechselstörungen, Arthrose oder Rückenschmerzen. "Noch wissen leider zu wenige, welch preisgünstiges und hochwirksames Therapiekonzept Bewegung bei vielen Krankheitsbildern darstellt – das zudem auch keine schädlichen Nebenwirkungen hat", sagt der Autor, der an der Universität Hamburg lehrt und forscht, und appelliert an seine Leser, sich zum Wohle der eigenen Gesundheit mehr zu bewegen.

Wilhelm Kelber-Bretz: Kinder machen Zirkus. (Wo Sport Spaß macht). 2., überarbeitete Aufl. Aachen: Meyer & Meyer 2007,
216 S., ISBN 978-3-89899-292-3, 16,95 EUR

Kinder lieben den Zirkus, denn Zirkus ist für sie ein lebendiges Vergnügen, ein intensives Erlebnis. Zirkus ist die Verwirklichung von Träumen und Ideen, ist Nervenkitzel und Lachen, hautnah und verbunden mit der Offenheit und Unabhängigkeit des Zirkuslebens. Das Buch stellt beispielhaft am Zirkus Willibald, einem Hamburger Kinderzirkus, ein gesamtes Zirkusprojekt mit all seinen Facetten vor. Es geht dabei nicht um spektakuläre Höchstleistungen, sondern die Bewegungslust der Kinder wird aufgegriffen, um die psychisch-motorische und soziale Entwicklung der Kinder durch attraktive, fantasievolle Bewegungsangebote und gemeinsame Aktivitäten zu fördern. Neben Aspekten wie Ausrüstung und Finanzierung eines Zirkusprojektes liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Durchführung von Übungsstunden in allen Bereichen der Zirkuskünste wie Akrobatik, Jonglieren, Clownerie und Zauberei.

Horst Rusch & Jürgen Weineck: Sportförderunterricht. Lehr- und Übungsbuch zur Förderung der Gesundheit durch Bewegung. (Schriftenreihe zur Praxis der Leibeserziehung im Sport, 137).
6., überarb. und erw. Auflage Schorndorf: Hofmann 2007, 420 S.,
ISBN 978-3-7780-9376-4, 34,00 EUR

Die vorliegende sechste Auflage des Buches will den Lehrkräften für den Sportförderunterricht, besonders aber auch den Lehrerinnen und Lehrern der Klassenstufen eins bis sechs bei der Planung, Durchführung und Auswertung des Bewegungsunterrichts helfen. Praktikable Testverfahren zur Feststellung sportmotorischer Defizite werden vorgestellt. Den Schwerpunkt nimmt hier der von Rusch und Irrgang entwickelte Münchner Fitnesstest (MFT) ein. Da die Kinder und Jugendlichen ihre Handlungsdefizite im Bewegungsbereich frustrierend selbst erleben und dadurch eine sich zunehmend stabilisierende, andauernde Bewegungsunlust entwickeln, kann nur durch die Vermittlung von Erfolgserlebnissen ein Interesse an der Bewegung geweckt werden. Ein in diesem Buch didaktisch-methodisch aufgearbeitetes Angebot an in der Praxis erprobter Übungsbeispiele und Unterrichtsstunden ermöglichen den Lehrkräften, ein ganzheitlich förderndes und ausgleichendes Übungsangebot motorisch rückständigen Schülerinnen und Schülern im Unterricht oder im Rahmen von Hausaufgaben anzubieten. Die sportförderunterrichtspezifische Aufarbeitung der Grundlagen aus den Bereichen Sportdidaktik, Sportbiologie sowie Bewegungs- und Trainingslehre zeichnen das Buch als für die Praxis besonders geeignet aus.

Hans Jürgen Beins (Hrsg.): Kinder lernen in Bewegung. Dortmund: Borgmann 2007, 176 S. + Video-DVD (47 Min.), ISBN 978-3-938187-24-1, 25,50 EUR

Wir erleben jeden Tag, dass Kinder gern in Bewegung sind. Dass Kinder gerade in Bewegung lernen, scheint oft außer Acht gelassen zu werden. Dabei gibt es aus unterschiedlichen wissenschaftlichen, pädagogischen und alltagsorientierten Sichtweisen vielfältige Hinweise für den engen Zusammenhang zwischen kindlichem Lernen und Bewegungsaktivität. Die Bewegung, die Wahrnehmung, das Spiel und das selbsttätige, entdeckende Lernen sind zentrale Bestandteile psychomotorischer Pädagogik. Sie spielen auch in den neuen Bildungsvereinbarungen und Lehrplänen eine wichtige Rolle, wenngleich es vielerorts an praktischen Umsetzungsideen mangelt. Das Buch und der Film auf der beiliegenden DVD zeigen in der Praxis und Theorie den engen Zusammenhang von Bewegung und Lernen auf. Dabei werden Kinder im Alter von 1,5 bis 12 Jahren berücksichtigt. Es werden viele praktische Beispiele gegeben, wie Kleinkinder, Kindergartenkinder, Grund-, Sonder- oder Hauptschüler in Bewegung lernen. Dabei wird deutlich, dass Bewegung und Spiel die beste schulische Vorbereitung sind und auch im Schulalter unverzichtbare Lernquellen bleiben.

Gorden Sudeck: Motivation und Volition in der Sport- und Bewegungstherapie. Konzeptualisierung und Evaluierung eines Interventionskonzepts zur Förderung von Sportaktivitäten im Alltag (Forum Sportwissenschaft, 13; Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 163). Hamburg: Czwalina 2006,
320 S., ISBN 978-3-88020-481-2, 30,00 EUR

Ein körperlich-aktiver Lebensstil zählt zu den wichtigsten Rehabilitationszielen bei kardiologischen Patienten. Mit ihm können die zahlreichen evidenzbasierten Gesundheitswirkungen körperlich-sportlicher Aktivitäten genutzt werden. Nicht selten aber scheitern Patienten daran, regelmäßige Sportaktivitäten in ihren Alltag zu integrieren. So lassen sich für die Rehabilitationspraxis Phänomene beschreiben, die als "Handlungsloch im Alltag" oder als "Intentions-Verhaltens-Lücke" bezeichnet werden und durch das Misslingen der Umsetzung von gesundheitsförderlichen Absichten zu kennzeichnen sind. Zur Unterstützung der Regelmäßigkeit und Langfristigkeit von sportlichen Aktivitäten im Anschluss an eine Rehabilitationsmaßnahme wurde das Interventionsprogramm VIN-CET (Volitional Interventions within Cardiac Exercise Therapy) für die Sport- und Bewegungstherapie auf der Grundlage handlungspsychologischer Erkenntnisse entwickelt. Dabei werden die in der kardiologischen Rehabilitation üblichen motivierenden Maßnahmen durch so genannte volitionale Interventionsformen ergänzt, die die häufig schwierige Umsetzung von "guten" Absichten zur Veränderung der inaktiven Lebensgewohnheiten fokussieren. In einer ersten Problemstellung wird die theoriegeleitete Entwicklung des Interventionsprogramms eingebettet in wissenschaftstheoretischen Reflexionen technologischer Forschung dargestellt. In einer zweiten Problemstellung wird eine Evaluationsstudie vorgestellt, in der das Interventionsprogramm VIN-CET einer kardiologischen Standardrehabilitation gegenübergestellt wird. Ein zentrales Ergebnis der Evaluation ist, dass die Patienten durch das Interventionsprogamm VIN-CET insbesondere bei einem (Wieder-)Einstieg in einen sportlich-aktiven Lebensstil unterstützt werden. Zudem lassen sich theoriegeleitete Annahmen über Wirkmechanismen des Interventionsprogramms empirisch fundieren und positive Auswirkungen auf die Gesundheitswahrnehmung der Patienten feststellen.

Thomas Schierl (Hrsg.): Handbuch Medien, Kommunikation und Sport (Beiträge zur Lehre und Forschung im Sport, 159). Schorndorf: Hofmann 2007, 372 S., ISBN 978-3-7780-4590-9, 29,90 EUR

Die Trias Sport, Medien und Kommunikation hat im Zuge der Kommerzialisierung des Sports und des Mediensystems in den vergangenen Jahrzehnten eine hohe Bedeutung erlangt. Sport und Medien sind zunehmend ein symbiotisches Verhältnis eingegangen. Das Handbuch Medien, Kommunikation und Sport bietet einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Bereiche des Mediensports. Sport-, Medien- und Kommunikationswissenschaftler vermitteln in interdisziplinären, theoretischen wie angewandten Perspektiven Grundlagen zur Entwicklung der Sportberichterstattung, des Angebots und der Nutzung des Sports in den Medien und zu besonderen, inhaltsspezifischen Aspekten der Sportberichterstattung. In einem sport- und medienökonomisch geprägten Teil des Buches werden ökonomische Probleme des Mediensports und speziell der kommerziellen Kommunikation (Werbung und Sponsoring) thematisiert. Darüber hinaus berichten Praktiker über Anforderungen und Entwicklungen des Sportjournalismus in Fernsehen, Hörfunk, Print und Internet. Das Handbuch wendet sich an Studierende der Sport-, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Berufsanfänger sowie erfahrene Praktiker, die ihr Tätigkeitsfeld reflektieren möchten.

Harald Lange & Silke Sinnig: Kämpfen, Ringen und Raufen im Sportunterricht. (Praxisbücher Sport). Wiebelsheim: Limpert 2007, 176 S., ISBN 978-3-7853-1736-5, 14,95 EUR

"Kämpfen, Ringen und Raufen" erlebt im Sportunterricht eine Konjunktur - nicht nur im Rahmen von Kampfsportarten, sondern insbesondere als ein pädagogisch einsetzbares und motorisch vielfältiges Bewegungsfeld, bei dem die Schüler spielerisch lernen können, ihre Kräfte miteinander zu messen und sich zu respektieren. Hierzu finden Lehrer und Übungsleiter in diesem Praxisbuch annähernd 145 Spiele und Bewegungsaufgaben zum Einsatz in Schule und Verein. Die Spiele und Aufgaben sind nach den Kategorien "Körperkontaktspiele", "Partnerkämpfe", "Gruppenkämpfe" und "Partnerentspannung" aufgeteilt und können somit zur Einstimmung, als Schwerpunkt und als Ausklang einer Sportstunde eingesetzt werden. Alle Spiele sind einprägsam bebildert, so dass sich ihr Ablauf leicht nachvollziehen lässt.

Claudia Augste: Techniktraining und konditionelle Belastungen. Eine Untersuchung zum Wurftraining mit Jugendlichen im Basketball. (Wissenschaftliche Berichte und Materalien, 11/2006). Köln: Sportverlag Strauß 2006, 176 S., ISBN 978-3-939390-90-9, 13,50 EUR

In der Trainingslehre galt lange Zeit der Grundsatz, dass ein Techniktraining nur unter "Ruhebedingungen" ausgeführt werden sollte, damit die korrekte Bewegungsausführung gesichert bleibt. Diese pauschale Lehrmeinung wird heute in Frage gestellt: konditionelle Beanspruchungen sollten nur in der Phase des Fertigkeitserwerbs vermieden werden, im Stadium der "Stabilisierung" und "Vervollkommnung" wird die Durchführung unterschiedlicher Belastungsformen im Rahmen des Techniktrainings empfohlen. Das Techniktraining vor das Konditionstraining zu setzen, hat die Diskussion in der Trainingswissenschaft um den richtigen Trainingsablauf jedoch nicht verstummen lassen: kritisiert wird insbesondere, dass im Rahmen der Wettkampfleistung die Leistungsfaktoren "Kondition" und "Technik" zu wenig in ihren unmittelbaren Bezügen trainiert werden. Eine Analyse des Forschungsstandes zeigt, dass keine Einigkeit darüber besteht, ob größere konditionelle Belastungen vor oder während des Techniktrainings grundsätzlich ratsam sind und von welchen Einflussfaktoren die Wirkungen abhängen. Das Forschungsdefizit bestand hauptsächlich darin, dass die Lernleistung nach einem Techniktraining in Abhängigkeit des Lernstadiums und der konditionellen Belastungsbedingungen sportartspezifisch noch nicht untersucht wurde. Nach einem Einblick in den aktuellen Forschungsstand geht die vorliegende Untersuchung am Beispiel des Zielwurfs im Basketballspiel (Zielwurftest, Hook-Shots) mit (Vereins-)Kindern (10-12 Jahre) der Frage nach, wie und in welcher Form sich motorische Leistung durch konditionelle Beanspruchungen (Zirkeltraining) verändert bzw. wie sich die konditionellen Belastungen auf das Techniktraining auswirken. Folgenden Forschungsfragen wurde nachgegangen: Soll in Neulernsituationen Techniktraining nur in einem ausgeruhten Zustand erfolgen? Ist für Fortgeschrittene Techniktraining unter Belastungsbedingungen sinnvoller? Ist das Trainieren einer Bewegungstechnik, die im Wettkampf in unterschiedlichen Belastungssituationen angewendet wird, unter Ruhebedingungen oder unter Belastungsbedingungen effektiver? Ist die langfristige Behaltensleistung einer trainierten Bewegungstechnik besser, wenn unter Ruhe- oder Belastungsbedingungen geübt wurde? Unterscheiden sich die beiden Trainingsvarianten bezüglich eines Transfereffekts auf ähnliche Bewegungstechniken? Die gewonnenen Ergebnisse entsprechen größtenteils den Vorannahmen. So erwies sich u.a. das Lernstadium als starke Einflussgröße auf den Lernerfolg beim Techniktraining unter konditioneller Belastung. Fortgeschrittene erzielen größere Lernfortschritte, bei Anfängern war dies das Gegenteil. Hier wurde die Forschungshypothese bestätigt, dass sich ein unter konditionellen Belastungen durchgeführtes Techniktraining einer neuen komplexen Bewegungstechnik negativ auf die Lernleistung auswirkt. Aus dem Feldexperiment mit jugendlichen Vereins-Basketballspielern ergeben sich wichtige Erkenntnisse für die Trainingspraxis im Nachwuchsbereich wie auch für den Schulsport.

Thomas Bezold, Dilip Baumbach, Torsten Heim: Markenwertanalyse im Sport. Modelle, Verfahren, Anwendungsbeispiele. (Schriftenreihe für angewandte Betriebswirtschaft der Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn in Künzelsau, 3). Künzelsau: Swiridoff 2007, 160 S., ISBN 978-3-89929-094-3, 48,00 EUR

Marken stellen für den Verbraucher aufgrund der ausgeprägten Wettbewerbssituation auf vielen Märkten eine wichtige Orientierungsgröße dar. Gleichsam wie Leuchttürme signalisieren Sie dem Kunden Qualität, Beständigkeit und Profil. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht stellt deshalb das Management und die Bewertung von Marken ein wichtiges Instrument dar, das nicht nur in der klassischen Konsumgüterindustrie, sondern mittlerweile auch in der Sportbranche enorme Bedeutung erlangt hat. Markenwerte im Sport haben direkten Einfluss auf Umsatzpotenziale im Sponsoring und Merchandising sowie auf die Vermarktung von medialen Rechten. Das Buch beleuchtet die Systemzusammenhänge der Markenwertbildung im Sport und gibt einen kritischen Überblick über die bislang vorhandenen Ansätze und Methoden zur Markenbewertung. Im Zentrum der Arbeit steht die Entwicklung und Darstellung eines neuen sportspezifischen Markenbewertungsverfahrens, das für viele Anwendungsbereiche im Sport geeignet ist. Im Anwendungsteil der Arbeit wird der Fußball-Bundesligaklub Borussia Mönchengladbach mit diesem Verfahren analysiert und als Marke bewertet.

Michael Dinkel & Jens Seeberger: Planung & Erfolgskontrolle im Sportsponsoring: Die Medienanalyse in Theorie und Praxis. Heidelberg: abcverlag 2007, 152 S., ISBN 978-3-938833-08-7,
29,00 EUR

Die Planung und Erfolgskontrolle im Sportsponsoring ist seit dessen Etablierung als Marketinginstrument eine vieldiskutierte und noch immer nicht abschließend gelöste Problematik. Dies ist umso erstaunlicher, wenn man sich die Investitionen im Sportsponsoring vor Augen führt. Mit der Sport-Medienanalyse als Spezialthema soll die Planung, aber hauptsächlich die Erfolgskontrolle im Sportsponsoring beleuchtet sowie ausführlicher beschrieben werden. Im Vordergrund steht die allgemeine Wissensvermittlung über den Status Quo sowie die allgemeine medienanalytische Vorgehensweise. Darüber hinauf werden Instrumentarien bzw. Analysetools sowie deren Anwendung und Aussagekraft in der Praxis intensiv beleuchtet. Die Publikation geht ausführlich auf notwendige Grundlagen zur Medienresonanzanalyse, den Mediengattungen und ihrer Bedeutung für den Sport sowie den sportrelevanten Werbeformen ein. Im Zentrum steht der Überblick über die verschiedenen Berechnungsmodelle, Bewertungen und Formeln. Hierbei steht vor allem die Transparenz im Vordergrund, weshalb der Übersichtlichkeit wegen Formeln oder auch erklärende Beispiele durch Kästen hervorgehoben sind. Spezielle Einsatzbereiche bzw. Bewertungsmodelle, die auf medienanalytischen Berechnungsmodellen aus dem vorangegangenen Kapitel basieren, runden den methodischen Teil ab. Den Abschluss der Methodenvorstellung bilden dann charakteristische Fallstudien (TV-Analyse VFB Stuttgart 2005/06, Printmedienanalyse FIS Skilanglauf Düsseldorf 2005, Event-Check Frankfurter Ironman 2006), die jeweils konkret ein Analysethema im operativen Einsatz vorstellen.

Rüdiger Nickel & Theo Rous: Das Anti-Doping-Handbuch. Aachen: Meyer & Meyer 2007. Band 1: Grundlagen, 384 S., ISBN 978-3-89899-186-5, 29,95 EUR. Band 2: Dokumente – Regeln – Materialien 2007, 224 S., ISBN 978-3-89899-187-2, 19,95 EUR. Gesamtausgabe (beide Bände), ISBN 978-3-89899-258-9, 44,95 EUR

Das Anti-Doping-Handbuch bietet umfassende Informationen und Hintergründe, die im Kampf um einen dopingfreien Wettkampfsport notwendig sind. Im ersten Band werden von führenden Autoren die Grundlagen gelegt für das Verständnis des Anti-Doping-Kampfs. Dieses Werk wird in Zusammenarbeit mit den drei nationalen Anti-Doping-Agenturen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erstellt. Im zweiten Band werden alle einschlägigen Regeln im Kampf gegen Doping, national und international, die verwendeten Listen und Formulare, Hinweise, Ratgeber und alles, was an offiziellen Verlautbarungen international und in den drei Ländern zu beachten ist, zusammengestellt und eine umfangreiche Adressliste veröffentlicht.

Werner Hölling & Wolfgang Buskies: Yoga. Bewegung - Atmung – Entspannung. (Praxisbücher Sport). Wiebelsheim: Limpert 2007,
224 S. + Video-DVD, ISBN 978-3-7853-1734-1, 19,95 EUR

Dieses Übungsbuch ermöglicht sowohl Anfängern einen Einstieg in die Yoga-Praxis als auch Fortgeschrittenen durch Variationen und zusätzliche Übungen eine Vertiefung ihrer Fähigkeiten. Im Mittelpunkt stehen drei ausgewogene Übungsprogramme für Anfänger sowie Fortgeschrittene, die sich zusätzlich auch auf der beiliegenden Video-DVD mit über 2 Stunden Spielzeit befinden. Die korrekte Ausführung der Übungen ist daher mühelos am Fernseher oder PC nachzuvollziehen. Eine wissenschaftlich gestützte Erprobung speziell des Yoga-Programms für Anfänger belegt eine höhere physische Leistungsfähigkeit, eine Verringerung verschiedener Beschwerden und ein besseres subjektives Wohlbefinden. Speziell für Menschen mit Rückenproblemen bietet das Buch ein eigenes Yoga-Rückenprogramm.

Sabine Radtke: Ehrenamtliche Führungskräfte im organisierten Sport. Biographische Zusammenhänge und Motivationen. (Schriften zur Sportwissenschaft, 69). Hamburg: Kovac 2007, 272 S.,
ISBN 978-3-8300-2833-8, 78,00 EUR

Sportvereine und Sportverbände sind derjenige Non-Profit-Bereich in Deutschland, der mit rund 6,6 Millionen Menschen den höchsten Anteil an ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen unter den Freiwilligenorganisationen aufweist. Für Freiwilligenorganisationen ist es außerordentlich relevant, zu wissen, wie potenzielle ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angesprochen werden müssen, so dass in ihren Augen ein Ehrenamt attraktiv und für sie gewinnbringend erscheint. Um derartige Strategien der Rekrutierung seitens der Organisation nachhaltig entwickeln zu können, sind Erkenntnisse über die Beweggründe der Menschen, die sich engagieren, von besonderer Bedeutung. Als Datengrundlage der Analyse dient eine in 2002 durchgeführte quantitative Befragung der 697 Präsidiumsmitglieder der Sportverbände, Landessportbünde, des Deutschen Sportbundes und des Nationalen Olympischen Komitees. Die Messung der theoretisch fundiert hergeleiteten Motivationsdimensionen, basierend auf der funktionalen Einstellungstheorie aus dem Bereich der Sozialpsychologie, orientiert sich an vorliegenden Konzepten der Einstellungsmessung im Ehrenamt, wobei bei der Generierung der verschiedenen Dimensionen der spezifische Kontext des Sportsystems berücksichtigt wird. Der Studie liegen u.a. folgende Leitfragen zugrunde: Wer sind die Menschen, die sich bereit erklären, Führungstätigkeiten in Sportverbänden zu übernehmen? Worin besteht für sie die Attraktivität der Schlüsselpositionen im Sportsystem? Warum investieren sie Zeit, Können, Energie und Geduld? Handelt es sich um Menschen, die im besonderen Maße aufopferungsvoll und selbstlos sind? Oder verbinden sie einen spezifischen persönlichen und/oder sozialen Nutzen mit ihrem Ehrenamt? Gibt es möglicherweise Zusammenhänge zwischen soziodemographischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Bildung und Beruf sowie persönlicher Motivation? Mit der quantitativen Studie wird insofern wissenschaftliches Neuland betreten, als bisher weder Führungskräfte in Sportverbänden noch in einem anderen Ehrenamtsbereich der bundesdeutschen Gesellschaft in Hinblick auf ihre Motivation zum Ehrenamt untersucht worden sind. Das Werk mündet in Aussagen für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung ehrenamtlichen Engagements in Führungspositionen des organisierten Sports in Deutschland. Mit diesem Buch wird ein wichtiger Beitrag im Rahmen sportwissenschaftlicher Forschung mit hoher Praxisrelevanz geleistet.

Colin Higgs & Yves Vanlandewijck (Eds.): Sport for Persons with a Disability. (Perspectives, 7). Berlin: ICSSPE 2007, 212 S.,
ISBN 978-3-9811179-0-5, 15,95 EUR

The International Paralympic Committee (IPC), the International Council of Sport Science and Physical Education (ICSSPE) and the United Nations (UN) Office of the Special Adviser to the Secretary-General on Sport for Development and Peace, are proud to release a collaborative edition of ICSSPE’s Perspectives series on the theme of 'Sport for Persons with a Disability'. This book highlights a number of topics concerned with sport for people with a disability and the Paralympic Movement. The articles selected for the publication were chosen for the range of topics, sports, regions and fields of study that they represent. Each research article highlights a current and topical issue in the world of sport for persons with a disability, allowing a number of voices to be heard and providing an opportunity to share top quality research on an international platform. It provides answers and directions to many of the universal questions, needs and concerns that continue to face athletes with a disability and demonstrates practical implications for the conduct of sport, athlete training and performance development.

Joachim Hassenpflug (Hrsg.; unter Mitarbeit von Wolf Petersen & Ingo Müller): Handbuch Sportorthopädie/-traumatologie (Beiträge zur Lehre und Forschung im Sport, 157). Schorndorf: Hofmann 2007,
424 S., ISBN 978-3-7780-4570-1, 34,90 EUR

Dieses Handbuch umfasst zwei Bereiche: Orthopädisch-Traumatologische Krankheitsbilder (Kapitel 1-13) und Topographische Zuordnung von Erkrankungen und Verletzungen zu den Körperregionen. Die Herausgeber stellen die allgemeinen Grundlagen der Krankheitslehre sowie die Besonderheiten sportorthopädisch-traumatologischer Krankheitsbilder dar. Das Handbuch schafft den systematischen Zugang zu aktuellen Diagnose- und Behandlungsverfahren für aktive Sportler, Studenten, Sportlehrer, Trainer und Übungsleiter mit praktischen Orientierungshilfen und dem notwendigen theoretischen Hintergrund in Aufbau, Funktion und Schädigungsmöglichkeiten der Bewegungsorgane.