Neuerscheinungen 11 (11.09.2006)

Karlheinz Langolf & Reinhard Roth (Hrsg.): Volleyball 2005 – Beach-WM. 31. Internationales Hochschulsymposium des Deutschen Volleyball-Verbandes 2005. (Sportwissenschaft und Sportpraxis, Band 146). Hamburg: Czwalina 2006, 136 S., ISBN 3-88020-475-6, 15,00 EUR

Das 31. Symposium des DVV für Lehrkräfte an Hochschulen, A-Trainer und Verbandsmitglieder stand unter dem Motto "Volleyball – Beach WM 2005" und fand im Juni 2005 in Berlin anlässlich der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft statt. Das Schwerpunktthema des Symposiums war Beachvolleyball mit all seinen Facetten. Die Themen reichten von der Vermittlung des Spiels bei Einsteigern bis hin zur Vermarktung von Beachvolleyball, so z.B. "Konzeption und Vermarktung der Sportmarke Beachvolleyball" (Oldewurtel), "Konzept zur Nutzung eines Beachvolleyball-Events zur Förderung der Sportart Beachvolleyball im Breitensportbereich" (Papageorgiou & Schmitz), "Digitale Spielanalyse im Sportspiel Beachvolleyball in den Klassen U18 und U21" (Koch et al.), "Beachvolleyball für Anfänger und Fortgeschrittene" (Naffin), "Beachvolleyball – Ansprechgruppen und ihre Bedürfnisse" (Meier). Die weiteren Themen des Symposiums, die nicht direkt mit Beachvolleyball in Verbindung zu bringen waren, wurden von den Referenten Schöllhorn, Paschke & Beckmann ("Differenzielles Training im Volleyball beim Erlernen von zwei Techniken"), Raab & Gärtner ("Trainerentscheidungen: Wie messbar und wie verbesserbar?"), Rebel ("Sportwissenschaftliche Informationsrecherche – mehr als googeln?") und Salimi, Lames & Link ("Determinanten der Wettkampfleistung im Spitzenvolleyball: Statistische Analyse der Olympischen Spiele 2004").

Ulrike Rockmann & Hartmut Bömermann: Grundlagen der sportwissenschaftlichen Forschungsmethoden und Statistik (Grundlagen der Sportwissenschaft, 2). Schorndorf. Hofmann 2006, 272 S., ISBN 3-7780-9120-4, 29,90 EUR

Das Buch soll den Studierenden eine Hilfestellung sein, einen ersten Zugang zu den Forschungsmethoden und den statistischen Verfahren, die für die Sportwissenschaft Relevanz besitzen, zu bekommen. Als ein Band der Lehrbuchreihe "Grundlagen der Sportwissenschaft" nimmt es Bezug auf die Schilderungen in den anderen Büchern und behandelt die dort aufgegriffenen Forschungsmethoden in den Grundzügen. Es soll eine allgemeine Einführung in die Denkweise vermitteln, die der empirischen Forschung zugrunde liegt. Zu diesem Buch wird ein ergänzender online-Kurs empfohlen (www.sportwissenschaft-akademie.de).

Christina Reichenbach: Bewegungsdiagnostik in Theorie und Praxis. Bewegungsdiagnostische Verfahren und Modelle - Bedeutung für Praxis und Qualifizierung. Dortmund: Borgmann 2006, 224 S., ISBN 3-938187-30-1, 19,50 EUR

Dieses Buch richtet sich an alle Praktiker sowie Lehrende und Lernende, die sich in ihrem Arbeitsfeld mit menschlicher Bewegung und Diagnostik von Bewegung auseinandersetzen. In diesem Buch werden verschiedene bewegungsdiagnostische Verfahren und ihre Inhalte vorgestellt. Dabei wird auf Ziele, entwicklungstheoretische Annahmen sowie die Praxisrelevanz der jeweiligen Verfahren eingegangen. Außerdem werden in dem Buch zahlreiche Bewegungsmodelle vorgestellt, die einer Beschreibung von Bewegungsverhalten in der Praxis dienen können. In dem Zusammenhang wird auf Verständnisse einzelner Bewegungsdimensionen eingegangen und die jeweiligen diagnostischen Verfahren unter verschiedenen Aspekten in Bezug auf die Praxis kritisch beleuchtet. Neben dem Überblick zu bewegungsdiagnostischen Verfahren wird ein Konzept zum Lernen von Bewegungsbeobachtung und zum Erwerb von Kompetenzen hinsichtlich Bewegungsdiagnostik vorgestellt. Der diagnostisch arbeitende Praktiker erhält grundlegendes Wissen für den Bereich Bewegungsdiagnostik sowie Hilfe zur Erstellung eines eigenen bewegungsdiagnostischen Konzepts. Der theoretisch interessierte Leser wird durch die theoriegeleitete Auseinandersetzung mit bewegungsdiagnostischen Verfahren sowie grundlegenden Fragen zur Qualifizierung im Lernfeld Bewegungsdiagnostik, zum Beispiel durch differenziert aufgeführte methodisch-didaktische Hinweise, angesprochen. Das Buch kann somit sowohl als Nachschlagewerk als auch als Anregung für das eigene diagnostische Verständnis und Arbeiten angesehen werden.

Michael Stäbler: Bewegung, Spaß und Spiel auf dem Trampolin. (Reihe Motorik, 17). 3., überarb. Auflage Schorndorf: Hofmann 2006, 232 S., ISBN 3-7780-7873-9, 21,90 EUR

Trampolinspringen macht Spaß, und zwar jedem Kind: ob groß oder klein, ob jung oder alt, ob mit Behinderung oder ohne! Der Autor hat mit der vorliegenden Arbeit ein umfassendes Werk über Spiel- und Übungsformen mit und auf dem Trampolin geschaffen, das für alle Einsteiger und Anfänger geeignet ist. Der Band enthält zahlreiche Anregungen für alle, in Schule, Verein und Freizeit, die das Trampolin in Verbindung mit unterschiedlichen Materialien einsetzen möchten. Hierbei wird das Sportgerät Trampolin zum Erlebnisgerät. Die Vielzahl der beschriebenen Möglichkeiten macht dieses Buch für alle Interessierten zu einer hilfreichen Ideensammlung für den Sportalltag. Auch für den Trainer und Übungsleiter der Wettkampfsportart "Trampolinturnen" ist das Buch sehr empfehlenswert.

Lars Riedl: Spitzensport und Publikum. Überlegungen zu einer Theorie der Publikumsbildung. (Reihe Sportsoziologie, 8). Schorndorf: Hofmann 2006, 242 S., ISBN 3-7780-3378-6, 19,90 EUR

Der Spitzensport zieht die Massen in seinen Bann. Woche für Woche vermag er ein nach Millionen zählendes Publikum an sich zu binden. Eine Erklärung dieser Faszination allein unter Rekurs auf psychische Dispositionen und Bedürfnisse greift allerdings viel zu kurz. Erst die sorgfältige Analyse der vielfältigen sozialen Prozesse des Spitzensports sowie seiner kommunikativen Angebote an sein Publikum ermöglicht es zu verstehen, wie und warum hieran massenhaft Zuschauer mit ihren vermeintlich subjektiven Motiv- und Bedürfnislagen anschließen können. Vor dem Horizont einer nicht-existenziellen, auf Freiwilligkeit beruhenden und daher stets fragilen Inklusion des Publikums in den Spitzensport realisiert und stabilisiert sich Bindung vor allem in drei zentralen Dimensionen sozialer Kommunikation über spitzensportliche Ereignisse: "Emotionserleben", "Identifikation und Gemeinschaft" sowie "Sportliche Attraktion und Unterhaltung". Diese drei Dimensionen einer soziologischen Analyse zuzuführen heißt, den kontingenten Konstruktionsregeln der Erzeugung kollektiver Emotionen, Identitäten und Ästhetiken nachzuspüren und sie auf ihre Möglichkeiten der Inszenierung und Eventisierung zu befragen.

Helmut Köckenberger: Rollbrett, Pedalo und Co. Bewegungsspiele mit Materialien aus Psychomotorik, Sport und Freizeit Dortmund: Borgmann 2006, 240 S., ISBN 3-938187-20-4, 21,50 EUR

In diesem Buch wurde eine Fülle von neuen und bekannten Bewegungsspielen mit 22 Materialien zusammengetragen, die in den letzten Jahren in der Psychomotorik und in einem veränderten Sportunterricht entstanden sind. Dies beinhaltet (1) Spiele mit "typisch" psychomotorischen Materialien: Rollbrett, Schwungtuch, Pedalo, Airtramp, Kriechtunnel, Holzbausteine, Sandsäckchen und Heulschläuche; (2) Spiele mit Materialien aus der Turnhalle: Trampolin, Langbank, Kasten, Weichbodenmatte, Turnmatte, Markierkegel, Reifen, Springseil, Stab, Tau und Bälle; (3) Spiele mit Materialien aus dem Freizeitbereich: Luftballon, Flossen oder Inline Skates. Diese große Spielesammlung bietet für den Sportunterricht in Kindergarten und Schule, für die psychomotorische Förderung und die Therapie eine große Auswahl von Einsatz- und Variationsmöglichkeiten verschiedenster Materialien, die inzwischen in vielen Turnhallen und Einrichtungen vorhanden sind. Außerdem werden Ziele und Inhalte der einzelnen Spielsituationen beschrieben. Zahlreiche Fotos belegen die Bedeutung von Bewegungsfreude und Materialerfahrung für die kindliche Entwicklung.

Roland Loy: Taktik und Analyse im Fußball (2 Bände). (Sportwissenschaft und Sportpraxis, 144/145). Hamburg: Czwalina 2006, 1026 S. (Band 1: 462 S., Band 2: 564 S.), ISBN 3-88020-468-3, 88,00 EUR

Basierend auf einer Diskussion der theoretischen Grundlagen zur Diagnostik taktischer Leistungen im Sportspiel sowie einer Besprechung des empirisch-analytischen Forschungsstandes zum taktischen Verhalten insbesondere im Fußball aber auch in den Sportspielen Basketball, Handball, Hockey, Eishockey, Wasserball und Volleyball verfolgt der Autor mit diesem Werk folgende Zielsetzungen: 1. Entwicklung und Überprüfung eines Beobachtungssystems zur systematischen Erfassung individual-, gruppen- und mannschaftstaktischer Leistungen in Offensive und Defensive im Sportspiel Fußball; 2. Identifizierung der Faktoren/Struktur taktischer Leistungen im Fußball bzw. Erstellung eines taktikbezogenen Anforderungsprofils dieses Sportspiels; 3. Bestimmung der Unterschiede zwischen Fußballmannschaften verschiedener Leistungsniveaus (Profis, Amateure, Jugend) bzw. Ligen (italienische Serie A, deutsche Bundesliga) hinsichtlich der Faktoren/Struktur taktischer Leistungen bzw. des taktikbezogenen Anforderungsprofils.

Frank Kutschke (Hrsg.): Ökonomie Olympischer Spiele. (Sportökonomie, 7). Schorndorf: Hofmann 2006, 148 S., ISBN 3-7780-8367-8, 16,00 EUR

In seiner Jahrestagung 2004 hat der Arbeitskreis Sportökonomie angesichts der Bewerbung Leipzigs um die olympischen Spiele der Aktualität wegen das Thema Ökonomie Olympischer Spiele aufgegriffen und einen umfassenden Überblick über ökonomische Fragen olympischer Spiele gewagt. Dabei wurden auf einer breiten thematischen Basis viele Fragen von der Finanzplanung über grundlegende Fragen einer Kommerzialisierung bis zu den ökonomischen Effekten olympischer Spiele angegangen. Im Rahmen sportökonomischer Ansätze wurden so neue Erkenntnisse und Ergebnisse generiert und somit ein wesentlicher Beitrag zur Ökonomie olympischer Spiele geleistet. Dieser Band wird Planern und Organisatoren aus dem Bereich von Sportgroßveranstaltungen, aber auch Planern künftiger olympischer Spiele sowie Dozenten und Studierenden in der sportökonomischen Ausbildung einen guten Einblick in das Feld einer Ökonomie olympischer Spiele geben.