Neuerscheinungen 42 (21.06.2010)

Günter Amesberger, Thomas Finkenzeller & Sabine Würth (Hrsg.): Psychophysiologie im Sport - zwischen Experiment und Handlungsoptimierung 42. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp) vom 13.-15. Mai 2010 in Salzburg Abstracts (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 201) . Hamburg: Czwalina 2010. 216 S.,
ISBN 978-3-88020-551-2 . 22,50 EUR.

Dieser Band enthält die Abstracts der Beiträge zur 42. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp), die vom 13.-15. Mai 2010 am Interfakultären Fachbereich für Sport- und? Bewegungswissenschaft in Salzburg stattfand. Unter dem Tagungsthema "Psychophysiologie im Sport - zwischen Experiment und Handlungsoptimierung" standen sportpsychologische Fragestellungen im Mittelpunkt, die die Wechselwirkung psychischer und physischer Vorgänge im Leistungs-, Breiten- und Gesundheitssport sowie den Bezug zwischen Grundlagenforschung und Handlungsoptimierung im Sinne der angewandten Sportpsychologie behandeln. Darüber hinaus spiegelte die Vielzahl weiterer Vorträge und Poster die gesamte thematische Breite der Sportpsychologie wider.

Christoph Raschka & Marie-Louise Vogel: Herzsport - Erfolgreiche Bewegungsprogramme für stationäre und ambulante Gruppen. Wiebelsheim: Limpert 2009, S. 169, ISBN 978-3-7853-1789-1, 16,95 EUR

Herzsport bzw. Koronarsport ist eine von Fachmedizinern, Therapeuten und Krankenkassen empfohlene Bewegungstherapie, die immer noch viel zu selten von Menschen mit einer kardialen Erkrankung in Anspruch genommen wird. Christoph Raschka vermittelt im Theorieteil des Buches das Basiswissen über den Herzsport und damit die notwendige Sicherheit zum souveränen und kompetenten Umgang mit Koronarpatienten. Im Praxisteil stellt Marie Louise Vogel eine Vielzahl von bewährten und ausgewogenen Übungsbeispielen (Ausdauer, Kräftigung, Koordination, Spiele, Entspannung, Dehnen, Wassergymnastik) für eine erfolgreiche Durchführung von Herzsportstunden vor.
Das Buch richtet sich primär an Übungsleiter von Koronarsportgruppen, Sport und Trainingswissenschaftler, Sportlehrer, Sporttherapeuten, Physiotherapeuten sowie Studierende der Sportwissenschaften, Physiotherapie, Pflegewissenschaften und Medizin, aber auch an interessierte Herzsportteilnehmer und ihre betreuenden Ärzte.

 

Oliver Faude u. a.: Kälteapplikation im Spitzensport (Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, 2010-2). Köln: Sportverlag Strauß 2010, 140 S., ISBN 978-3-86884-513-6, 15,80 EUR

Kälteanwendungen im Leistungssport haben im letzten Jahrzehnt an Bedeutung gewonnen. Die Ziele eines solchen Einsatzes reichen von leistungsgewährleistenden Maßnahmen unter besonderen klimatischen Bedingungen über eine Beschleunigung der Regeneration nach intensivem Training oder nach Wettkämpfen bis zu therapeutischen Maßnahmen in der Behandlung von Sportverletzungen. Auch wenn Kälteapplikationen verbreitet stattfinden, sind die Wirkmechanismen größtenteils noch nicht wissenschaftlich gesichert. Mögliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen sollten immer beachtet werden, insbesondere wenn stichhaltige Effektivitätsnachweise fehlen.


Willibald Weichert & Malte Cunis: Geräte selbst bauen für Bewegung, Spiel und Sport - Eine Werkstatt zum Entwerfen, Herstellen, Erproben. Schorndorf: Hofmann 2010, 204 S.,
ISBN 978-3-7780-0411-1, 19,90 EUR

Dieser Band enthält etwa 100 Ideen für das Selbstbasteln von? Bewegungs-, Spiel- und Sportgeräten durch Kinder und Erwachsene. Zudem werden Anregungen gegeben, wie die kleinen und großen Geräte in Aktivitäten genutzt werden können. Das Spektrum der Spiel- und Sportgeräte reicht dabei vom Stofffrisbee oder Indiaca bis zum Minitrampolin oder Fahrradtandem und beinhaltet die Bewegungsaktivitäten Werfen, Springen, Balancieren, Klettern und Schaukeln, Rollen und Fahren sowie Kleine und Große Spiele. Auch Geräte für das gemeinsame Sporttreiben von behinderten und nichtbehinderten Kindern und Erwachsenen werden mit den entsprechenden Bauanleitungen, Funktions- und Nutzungshinweisen vorgestellt. Der soziale Ort für das Bauen und Spielen kann dabei die Familie, der Freundeskreis, die Schule (Projekte), die Jugendgruppe, der Verein oder auch die Therapiegruppe sein. Die Idee, die hinter allen Bau- und Spielanregungen steht, ist, neben der Herstellung, folgende: lernen kreativ und selbsttätig zu handeln und dabei im Tun die Funktion, den Wert und Nutzen der Spiel- und Sportobjekte zu verstehen.

Deutscher Sportlehrerverband: Sonderheft Trendberichte - Sportwissenschaft und Schulsport: Trends und Orientierungen. Gesammelte Beiträge. Schorndorf: Hofmann 2010, 64 S.,
ISBN 978-3-7780-7918-8, 7,50 EUR

Die beruflichen Anforderungen an Sportlehrkräfte sind sehr facettenreich, aus diesem Grund müssen angehende Sportlehrkräfte in ihrer Ausbildung ein breit angelegtes Studium durchlaufen, das Belegverpflichtungen nicht nur in zahlreichen Sportarten, sondern auch in zahlreichen sportwissenschaftlichen Disziplinen vorgibt. Doch der Kenntnisstand der Sportwissenschaft ist ständig in Bewegung. Was während der Studienzeit gültig war, wird kaum ein Berufsleben lang Bestand haben. Deshalb sind Sportlehrerinnen und Sportlehrer aufgefordert, ihre berufsrelevanten sportwissenschaftlichen Bestände immer wieder zu überprüfen und gegebenenfalls zu erneuern oder zu ergänzen.

Um diese Arbeit zumindest zu erleichtern, hat die Zeitschrift sportunterricht in den zurückliegenden Jahren eine Reihe von Beiträgen veröffentlicht, die sich einem gemeinsamen Ziel verschrieben haben: Jeder Beitrag widmet sich jeweils einer sportwissenschaftlichen Disziplin: Sportdidaktik, Sportpädagogik, Sportgeschichte, Sportmedizin, Trainingslehre, Bewegungslehre, Sportpsychologie, Sportsoziologie.
Absicht der Beiträge ist es, die aktuellen Forschungsfragen und publizierten Forschungsergebnisse überblicksartig zusammenzustellen und zu kommentieren, die für den Schulsport und seine Lehrkräfte von besonderem Interesse sind.

Die zwischen August 2006 und Dezember 2007 erschienenen Beiträge berücksichtigen einen Zeitraum, der in etwa die letzten 30 Jahre umfasst und wurden nun in einem Sonderheft als gesammelte Beiträge veröffentlicht.

Nadja Schott & Jörn Munzert (Hrsg.): Motorische Entwicklung (Reihe Sportpsychologie, Band 5). Göttingen: Hogrefe 2010, 289 S., ISBN 978-3-8017-1765-0, 29,95 EUR

Das Buch liefert einen umfassenden Überblick zu Grundlagen, Gegenstand und Anwendungsbereichen der motorischen Entwicklung über die Lebensspanne. Wann beginnen Kinder zu laufen, wie äußern sich Geschlechtsunterschiede beim Werfen oder welches Ausmaß nimmt der Abbau von Leistungen bei der posturalen Kontrolle im Alter an?
Der vorliegende Band zur motorischen Entwicklung über die Lebensspanne stellt Wissen für alle bereit, die in Schulen, in der Physiotherapie, im Behinderten- oder im Altenbereich arbeiten. Ausgangspunkt ist der fertigkeitsorientierte Ansatz und im Mittelpunkt stehen die für den Alltag und den Sport wesentlichen Fertigkeiten der Gleichgewichtskontrolle, der Fortbewegung, des Greifens, des Fangens und Werfens. Entwicklung kann jedoch auch einen atypischen Verlauf nehmen bzw. verschiedenen Störungen unterworfen sein. Welche Besonderheiten ergeben sich für die Fertigkeitsentwicklung z. B. beim Kind mit Down-Syndrom? Wie wirken sich Störungen der Basalganglien z. B. beim Parkinson-Patienten auf die Gangkontrolle aus? Für eine erfolgreiche Therapie solcher motorischer Einschränkungen bzw. Störungen ist das grundlegende Verständnis unabdingbar. Praxisnah zeigt der abschließende Teil dieses Lehrbuchs auf, wie das zuvor erworbene Basiswissen im Arbeitsalltag angewandt werden kann.

Peter Frei & Swen Körner (Hrsg.): Ungewissheit - Sportpädagogische Felder im Wandel. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportpädagogik vom 11.-13. Juni 2009 in Hildesheim (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 200). Hamburg: Czwalina 2010. 332 Seiten. ISBN 978-3-88020-550-5. 35,00 EUR

Sportpädagogische Forschung hat in den letzten Jahren zweifellos eine dynamische Entwicklung genommen. Die Hildesheimer Tagung 2009 bot unter dem Thema "Ungewissheit - Sportpädagogische Felder im Wandel" die Gelegenheit für eine angemessene Reflexion auf einen zentralen unsichtbaren Begleiter dieser Fortschrittsdynamik. Die hier versammelten Beiträge zeigen: Ungewissheit ist für die Sportpädagogik keineswegs von rein theoretischer Relevanz, sondern gerade auch in praktischer und empirischer Hinsicht konstitutiv.


Jürgen Kretschmer, Renate Baumann, Ursula Guse, Renate Matthiass & Ursula Steiner: Sport in der Primarstufe - Band 2. Handreichung für die Bewegungsfelder Spiel, Wasser, Musik und Gelände (Schriftenreihe für Bewegung, Spiel und Sport, Band 44). Schorndorf: Hofmann 2010, 136 S. + CD-ROM,
ISBN 978-3-7780-0441-8, 16,90 EUR

Band 2 folgt der didaktischen Sichtweise und den konzeptionellen Ideen des ersten Bandes. Angestrebt wird ein Sportunterricht, der zum und durch Bewegen erzieht, sich an Bewegungsfeldern orientiert und sich von den Prinzipien des offenen Unterrichts und einer schülerorientierten Vermittlung leiten lässt. Die unter diesem Aspekt vorgeschlagenen Aufgaben und Spiele wurden von den Autorinnen in der Praxis erfolgreich erprobt. Das Bewegungsfeld Spiele ist nach Spielideen und deren Variationen gegliedert. Im Bereich Wasser werden Schüler durch Arbeitskarten zum selbständigen Erkunden und Üben ermutigt. Musik spricht Schüler über Geräusche, Klänge, Rhythmen und gemeinsames Tanzen besonders auf der emotionalen und kommunikativen Ebene an. Im Bereich Gelände erschließen sich Schüler mit Aufgaben und Spielen ihre Umwelt. Arbeitsmaterialien auf der CD-ROM geben zusätzliche Anregungen und Hilfen für einen vielfach selbstbestimmten, differenzierten, abwechslungsreichen Unterricht.

Martin Engelhardt, Birgit Franz, Georg Neumann & Arndt Pfützner: 24. Internationales Triathlon-Symposium. Darmstadt 2009 (Czwalina Schriftenreihe Triathlon und Sportwissenschaft, Band 21). Hamburg: Czwalina 2010, 108 S., ISBN 978-3-88020-544-4, 12,50 Euro

Im 25. Jahr des Bestehens des Triathlonvereins Deutscher Ärzte und Apotheker (TVDÄ) erscheint bereits der 21. Band der Schriftenreihe "Triathlon und Sportwissenschaft" mit den wissenschaftlichen Beiträgen des Triathlonsymposiums 2009.
Im Jahr 2009 fand im Rahmen der 25. Deutschen Triathlonmeisterschaft der Ärzte und Apotheker das 24. Triathlonsymposium in Darmstadt statt. Die Veranstaltung wurde von Klaus Pöttgen und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) aus Leipzig maßgeblich unterstützt. Mit dem 21. Band der Schriftenreihe "Triathlon und Sportwissenschaft" dokumentiert der Triathlonverein Deutscher Ärzte und Apotheker weiterhin eine einzigartige Kontinuität im Bereich der deutschen Spitzensportverbände.

Michael Behringer u. a.: Krafttraining im Nachwuchsleistungssport. Wissenschaftliche Expertise des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, Band II. (Bibliografische Inforamtion der Deutschen Nationalbibliothek). Köln: Sportverlag Strauß 2010, 183 S., ISBN 978-3-86884-487-0, 17,80 EUR (www.d-nb.de)

Diese Expertise wurde in Auftrag gegeben, um die internationale Literatur zu analysieren und daraus offene Fragestellungen abzuleiten. Insbesondere wurde dabei auf biologische Grundlagen der Belastbarkeit des unausgereiften Organismus eingegangen um eine Belastbarkeitsabschätzung für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Darüber hinaus war es das Ziel, das Adaptationspotential im Entwicklungsverlauf aufzudecken und für die verschiedenen Parameter der Kraftentfaltung darzustellen. In einem weiteren Schritt wurde die sportartbezogene Relevanz untersucht, um die Bedeutung eines Krafttrainings für die Steigerung der sportartspezifischen Leistungsfähigkeit abzuschätzen. Letztlich wurde auf Besonderheiten in der Diagnostik und Trainingsmethodik eingegangen, welche im Nachwuchssport zu beachten sind.

Hannes Neumann & Sebastian Popovic: Spielend Basketball lernen. Ein Spiel- und Übungskonzept für den Schul- und Vereinssport. Praxisbücher Sport. Wiebelsheim: Limpert 2010, 112 S.,
ISBN 978-3-7853-1801-0, 14,95 Euro

Basketball ist ein beliebtes Mannschaftsspiel für Jungen und Mädchen, weil es neben Schnelligkeit auch Taktik erfordert. Das diesem Praxisbuch zugrunde liegende spiel- und übungsgemäße Konzept ist sowohl an Schulen als auch in Vereinen mit unterschiedlichster Ziel- und Schwerpunktsetzung seit vielen Jahren erprobt worden. Daher eignet es sich hervorragend sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene, um "spielerische" Lernfortschritte erzielen zu können. Die Autoren vermitteln die wichtigsten Spiel- und Übungsreihen und beziehen dabei alle technischen und taktischen Elemente des Basketballspiels mit ein.

Anja Lange & Marcus Schultz: Spielend Wasserball lernen. Ein Spiel- und Übungskonzept für den Schul- und Vereinssport. Praxisbücher Sport. Wiebelsheim: Limpert 2010, 96 S.,
ISBN 978-3-7853-1792-1, 14,95 Euro

Wasserball ist eine faszinierende Sportart. Es ist das einzige große Sportspiel, das im Wasser gespielt wird, und zählt zu den Tor-, Mal- und Korbspielen mit Körpereinsatz. Beim Wasserball lernen Kinder spielerisch, sich in jeder Lage, also auch in Bedrängnis, im Wasser zu behaupten. Dieses Buch stellt ein Vermittlungskonzept für Wasserball im Schwimmunterricht oder Schwimmtraining vor. Aus einer Vielzahl von möglichen Spiel- und Übungsformen, ist eine individuelle Auswahl für die jeweilige Gruppe möglich. Ein besonderes Ziel dieses Buches ist es, Lehrer zu ermuntern und zu unterstützen, Wasserball im Rahmen ihres Schwimmunterrichts anzubieten.

Andrea Schmidt: Bewegungsmustererkennung anhand des Basketball-Freiwurfes. Eine empirische Untersuchung aus systemdynamischer Perspektive (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, Band 199. Forum Sportwissenschaft, 19). Hamburg: Czwalina 2010. 216 S.,
 ISBN 978-3-88020-549-9. 22,50 EUR

Im ersten Teil dieses Buches wird dargelegt, wie sich in Konsequenz der "dynamical systems approaches" ein neues, ganzheitliches Verständnis von Bewegung ergibt, welches eine grundlegend veränderte Fokussierung in der Forschungsmethodik erfordert. Den Untersuchungsgegenstand bilden dabei komplexe Merkmale, wie hier das Bewegungsmuster. Den zweiten Teil des Buches bildet die Dokumentation der Untersuchung. Das Forschungsinteresse ist explorativer Art: 1. Erkundung der Aussagekraft des Bewegungsmusters, insbesondere in Bezug auf die Merkmale von Individualität und Fertigkeitsbeherrschungsgrad (Novizen, Fortgeschrittene & Experten) 2. Evaluation von Analyse-Möglichkeiten des Bewegungsmusters. Es wurden verschiedene qualitative und quantitative Methoden angewandt, deren Ergebnisse schließlich in Einzelfallanalysen trianguliert wurden. Mit einer speziellen Form künstlicher neuronaler Netze war es möglich ein komplexes Merkmal aus den Gelenkwinkelmaßen der kinematischen Kette zu berechnen. Die Ergebnisse liefern eine Reihe neuer, interessanter Erkenntnisse, sowohl über individualisierte Funktionalität der Basketball-Freiwurfbewegung, als auch grundsätzlich über das menschliche Sich-Bewegen und dessen wissenschaftliche Untersuchung. An der Deutschen Sporthochschule in Köln wird zur Zeit ein direktes, intern gefördertes Folgeprojekt von Schmidt, Potthast, Memmert & Brüggemann sowie dem externen Kooperationspartner Prof. Dr. Jürgen Perl ausschließlich mit Experten durchgeführt.

Hilke Pallesen & Matthias Schierz (Hrsg.): Talent und Bildungsgang. Rekonstruktionen zur Schulkultur in Verbundsystemen "Schule - Leistungssport" (Reihe Studien zur Bildungsgangforschung, Band 29). Opladen: Barbara Burich,
188 S., ISBN 978-3-86649-309-4, 24,90 Euro

Mit der Integration von Schulen und Zentren des Leistungssports zu Verbundsystemen ergeben sich Projekte der Lernortkooperation, in denen die Zukunftsorientierungen, Sinnkonstruktionen und Bildungswege sportlicher Talente zur Disposition stehen. Das Passungsverhältnis zwischen den subjektiven Bildungsgängen von Schülern und Schülerinnen, die an leistungssportlicher Talentförderung teilhaben, und den objektiven Bildungsgangvorgaben in Verbundsystemen aus Schule und Leistungssport ist aus der Perspektive der Schulkulturforschung von den Anerkennungs- und Partizipationsverhältnissen der Einzelschule abhängig. Sie sind im "Bewährungsmythos" der Einzelschule hinterlegt.

Walter Tokarski & Karen Petry (Hrsg.): Handbuch Sportpolitik (Reihe Beiträge zur Lehre und Forschung im Sport, Band 172). Schorndorf: Hofmann 2010, 364 S., ISBN 978-3-7780-4720-0,
34,90 Euro

Dieses Handbuch beleuchtet als erstes deutschsprachiges Grundlagenwerk die Sportpolitik als Forschungs- und Wissenschaftsdisziplin. In gut zwanzig Beiträgen führen ausgewiesene Experten und Wissenschaftler Erkenntnisse der politik-, sozial- und sportwissenschaftlichen Disziplinen systematisch zusammen. In vier Abschnitten folgt das Handbuch den sportpolitischen Strukturmerkmalen und behandelt sportpolitische Theorien und Grundlagen, sportpolitische Strukturen, sportpolitische Mechanismen der Steuerung und abschließend Gegenstände und Sachprobleme spezifischer Sportpolitikfelder. Das Handbuch soll den Dialog zwischen Sport, Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft anregen und richtet sich an deren Akteure auf der Entscheidungs-, Konzeptions- und Umsetzungsebene. Ebenso sind Lehrende und Studierende angesprochen, die sich im universitären Kontext mit dem wissenschaftlichen Diskurs in der Sportpolitik auseinandersetzen wollen.

Mathias Graumann & Lutz Thieme (Hrsg.): Controlling im Sport. Grundlagen und Best Practice für Vereine, Verbände und Ligen. Berlin: Erich Schmidt 2010, 362 S., ISBN 978-3-503-12452-7, 34,95 Euro.

Ohne Controlling kein zielgerichtetes Management. Was unbestritten für Unternehmen gilt, zählt heute genauso im Sport - erst recht mit Blick auf die angespannte Finanzlage vieler Vereine, Verbände, Ligaorganisationen und privater Betreiber. Mathias Graumann und Lutz Thieme stellen deshalb vor, wie man mit Hilfe des Controllings den erfolgreichen Fortbestand Ihrer Organisation sichern.

Hui S Choe: Hap Ki Do - Die vielseitige koreanische Selbstverteidigung. Berlin: Weinmann 2010, 216 S.,
ISBN 978-3-87892-094-6, 16,80 Euro

Die vielseitige koreanische Selbstverteidigung ist eine Methode die körperlichen und mentalen Kräfte des Menschen zu stärken, um einen Gegner abzuwehren und mit wenig Kraft zu besiegen. Der Meister (7. Dan) erläutert die Grundschritte und Tritte, die Würfe und Abwehrtechniken sowie die Selbstverteidigung gegen Waffen und mehrere Angreifer.

Constanze Gröger: Bewegungshits für Grundschulkids. Parcours- und Turnstationen für Schule und Verein. Wiebelsheim: Limpert 2010, 162 S., ISBN 978-3-7853-1807-2, 19,95 Euro

Viele motorische Grundfertigkeiten wie Klettern, Hangeln, Rollen und Schaukeln werden in der Grundschulzeit gefestigt und weiterentwickelt. Gut strukturierte Bewegungslandschaften und Großgerätekombinationen sind hierfür eine gute Basis. Diese Kartensammlung besteht aus 12 Bewegungslandschaften sowie 5 Parcours mit insgesamt 72 Stationskarten. Die Stationen fordern von den Kindern etwas Mut und sind abenteuerlich gestaltet. Ideale Voraussetzungen also, um Kindern Spaß an der Bewegung und gleichzeitig gute motorische Fertigkeiten zu vermitteln. Jede Karteikarte enthält auf der Vorderseite Angaben zu den benötigten Geräten und Materialien sowie eine übersichtliche Aufbauanleitung. Auf der Rückseite sind die Bewegungsaufgaben mit den empfohlenen Hilfestellungen abgedruckt.

Matthias Marschik & Rudolf Möllner: "Sind's froh, dass Sie zu Hause geblieben sind." Mediatisierung des Sports in Österreich. Göttingen: Die Werkstatt 2010, 416 S., ISBN 978-3-89533-716-1,
33,90 Euro


Seit die Sportberichterstattung am Ende des 19. Jahrhunderts in den Tageszeitungen ihren Anfang nahm, unterlag sie einem steten Wandel: von nüchtern-nachrichtlicher Berichterstattung und meisterhaft geschriebenen Glossen in den Zeitungen der Zwischenkriegszeit über die ersten Live-Übertragungen in Rundfunk und TV bis zum medialen Großereignis von heute. In knapp 40 Einzelbeiträgen untersuchen die Autoren unterschiedliche Aspekte dieser Entwicklung in Österreich. Beleuchtet werden z.B. die ersten atemberaubenden Sportübertragungen wie die des "Jahrhundertspiels" (1932, England gegen Österreich), Edi Fingers unvergessene Reportage aus Córdoba ("I werd' narrisch!") oder Berichte der Kitzbühel-Abfahrten mit Franz Klammer. Außerdem wird an legendäre Journalisten und Reporter erinnert, die bis heute die Sportberichterstattung in Österreich prägen, wie Viktor Silberer, Willy Meisl, Heribert Meisel oder Edi Finger.

Klaus Wilkens & Karl Lühr: Rettungsschwimmen (Schriftenreihe zur Praxis der Leibeserziehung und des Sports, Band 81). Schorndorf: Hofmann 2010, 344 S., ISBN 978-3-7780-5815-2, 29,90 Euro

Dieses Standardwerk für die Aus- und Fortbildung von Ausbildern, Fachübungsleitern, Lehrern und Hochschullehrern gibt einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Wasserrettung aus didaktischer und methodischer Sicht. Ausgangspunkt sind die Betonung der Unfallverhütung am und im Wasser sowie die Möglichkeiten der Selbstrettung. Danach orientiert sich die Darstellung an den einzelnen Elementen einer Rettungsaktion und lässt diese dann in "Kombinierte Übungen als simulierte Fälle" einmünden. Ein ausführlicher Anhang gibt viele wichtige Zusatzinformationen und Anregungen für den Unterricht und die weitere Beschäftigung mit dem weiten Feld der Wasserrettung, das in besonderer Weise für das soziale Engagement geeignet ist und eine ideale Kombination von Humanität und Sport repräsentiert. Die 5. Auflage wurde inhaltlich überarbeitet und völlig neu gestaltet.

Yvonne Bechheim: Erfolgreiche Sportstunden mit Trainingshilfen. 111 Beispiele für eine vielfältige Stundengestaltung. Wiebelsheim: Limpert 2010, 104 S., ISBN 978-3-7853-1799-0, 12,95 Euro

Mit Trainingshilfen wie Schaumstoffblöcken, Koordinationsleiter, Hütchen, Reifen, Stangen oder Mini-Hürden lassen sich die Basisfähigkeiten Schnelligkeit, Ausdauer und Reaktionsfähigkeit gezielt verbessern. Dieses Buch unterstützt Sportlehrer und Trainer bei der Stunden- und Trainingsplanung, indem es mit zahlreichen Übungsbeispielen und Stundenbildern vielfältige Anregungen für eine erfolgreiche Unterrichtsgestaltung mit Trainingshilfen gibt. Alle Übungen und Stundenbilder sind so konzipiert, dass sie mit wenig Aufwand sofort umgesetzt werden können. Sie sind nicht auf eine Sportart beschränkt und damit universell einsetzbar. Der verständliche Aufbau der Übungseinheiten erfordert keine fachspezifi schen Vorkenntnisse, so dass sie auch von Neueinsteigern leicht durchgeführt werden können.